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Eine virtuelle Zeitreise durch die Welt der Päpste

"Die Welt der Päpste in 3D"

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Einführungspreis 48 EUR brutto + 2,50 EUR brutto Porto bei Versand

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Eine virtuelle Zeitreise durch die Welt der Päpste

 

"Die Welt der Päpste" lässt Sie in eine virtuelle Welt eintauchen, in der Sie die Kirchengeschichte dreidimensional ganz neu erleben können. Mit 3D Animationen wird die Geschichte aller Päpste wieder lebendig.
Sie können den Petersplatz und den Petersdom interaktiv erleben. In 20 Themenräumen wird das Papsttum vorgestellt.
Eine Zeitreise führt Sie zu markanten Schwerpunkten der Geschichte des Papsttums im Zeitenmeer.
Im Labyrinth machen Sie sich auf die Suche nach den Papstschlüsseln. Auf dem Kapellplatz in Altötting erleben Sie mit Papst Benedikt das geistliche Zentrum, das ihn geprägt hat.
Alle 265 Päpste und ihr Wirken sind in ebenso vielen Räumen mit vielen Bildern und Texten dokumentiert. Alle Räume können über Internet aktualisiert werden. Lexikonartikel zu allen 265 Päpsten und Links ins Internet eröffnen Ihnen zielführende Erkundungstouren ins Internet.

Die DVD bietet einen neuen Ansatz in 3D für alle Alterstufen.

 

Weitere Informationen unter http://www.animabit.de/multimedia/papst/

 

Der Petersplatz (mit Rot-Blau-Brille betrachten!)

Insbesondere diese Verbindung soll den bevorstehenden Besuch des Papstes Benedikt XVI. in Bayern im September 2006 begleiten und einen Dialog mit den vielen Hundert Tausend Besuchern bei den Weltjugendtagen ermöglichen.

Die Papst-Dokumentation soll, so ihre Initiatoren Diplom Theologe Franz Böhmisch und Diplom Ingenieur (FH) Hans Käser, dazu beitragen, die Historie des Papsttums und ihre zentrale Bedeutung für die Entwicklungs-Geschichte Europas und anderer Länder bis in unsere Zeit transparent und nachvollziehbar werden zu lassen. Die DVD soll Auftakt für einen neuen Dialog mit den Kirchen sein und die Papst-Fan-Gemeinde für eine Community Plattform begeistern, auf der auch zwischen den Kirchentagen Antworten zu Fragen unserer Tage ausgetauscht werden können.

Was wäre dazu besser geeignet, eine so große und umfassende Aufgabe anzugehen, als der Einsatz der modernsten Medien mit ihren schier unbegrenzten Kommunikationsmöglichkeiten. Die Branche verfügt heute bereits über 3D Technologien, die virtuelle Welten, Darstellungen, Gegenstände photorealistisch abbilden und so das Abtauchen in eine längst vergangene Zeit überzeugend in die Gegenwart holen. 3D Technik ist heute bereits multimedial, interaktiv zu nutzen und über das Internet zu verbreiten - in bester Wiedergabequalität. Einer großen Verbreitung 3 dimensionaler Botschaften in virtuellen Welten, selbst aus längst vergangenen Epochen, steht also nichts im Wege. (nb)

Weitere Informationen unter [http://www.animabit.de]

Animabit-logo in Stereo 3D (mit Rot-Blau-Brille betrachten!)

Einst ging der Vatikan bis Bayern

Wenn im September Papst Benedikt der XVI seine bayrische Heimat besucht und in Altötting Tausende von Katholiken mit ihm ein Fest des gemeinsamen Glaubens feiern, dann könnte er nur wenige Kilometer entfernt jene Orte besuchen, die Jahrhunderte lang zum „patrimonium sanctae ecclesiae Petri“ gehörten, frei übersetzt zum „väterlichen Erbe der Heiligen Kirche Petri“, aus dem später der Kirchenstaat und nach dessen Zerschlagung der Vatikanstaat hervorging. Das „patrimonium Petri“ erwuchs aus Schenkungen frommer Christen an den Papst als dem Nachfolger des Petrus. Diese Güter wurden dem Papst als „Gut der Armen“ (res pauperum) anvertraut. Aus dessen Erträgen konnte die Kirche von Rom die Unterstützung der Armen finanzieren.

Wie der Reichersberger Chorherr Philipp Werner Schachinger zeigen konnte, gehörten drei bayrische Gemeinden, eine in unmittelbarer Nähe von Altötting (Winhöring) und zwei im heutigen Österreich gelegen (Münsteuer und Wolinbach), bis ins Hochmittelalter zu diesem „patrimonium petri“. Verwaltet wurden diese Gemeinden im Auftrag des Papstes durch die Bischöfe von Salzburg und Bamberg.

Die einst päpstliche Pfarrei St. Peter und Paul in Winhöring, ca. 10 km von Altötting entfernt, wurde in einer Schenkungsurkunde 1018 dem Bischof von Bamberg anvertraut, gehörte später zur Diözese Salzburg und seit 1822 zur Diözese Passau.

Die Pfarrei St. Peter in Münsteuer (von lat. „monasterium“) liegt zwischen Passau und dem Augustiner Chorherrenstift Reichersberg am Inn und wird von den Chorherren dieses Klosters betreut. In der Pfarrkirche St. Peter befinden sich zwei der ältesten Petrusdarstellungen Österreichs – eine romanische und eine gotische Plastik von herausragender Qualität. Um die kleine Dorfkirche, die auch noch weitere herausragende Kleinode in sich birgt, zu besuchen, muss man den Messner in der Nachbarschaft aufsuchen oder vorher das Kloster Reichersberg kontaktieren.

Die Diplomarbeit von Philipp Schachinger ist zum Nachlesen auf der Animabit DVD enthalten.

[http://www.animabit.de]


[1] Vgl. Werner Schachinger, Zur Geschichte der päpstlichen Patrimonien WINHÖRING, „ANTESENA“ und „WOLINBACH“ nach den schriftlichen Quellen des 9. bis 11. Jahrhunderts, Diplomarbeit Katholisch-Theologische Privatuniversität Linz Oktober 2004.

Die Geschichte der Tiara (mit Rot-Blau-Brille betrachten!)

Liste der Päpste

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Animabit 3D-DVD "Die Welt der Päpste"

Eine virtuelle Zeitreise durch die Welt der Päpste "Die Welt der Päpste" lässt Sie in eine virtuelle Welt eintauchen, in der Sie die Kirchengeschichte dreidimensional ganz neu erleben können. Mit 3D Animationen wird die Geschichte aller Päpste wieder lebendig. Sie können den Petersplatz und den Petersdom interaktiv erleben. In 20 Themenräumen wird das Papsttum vorgestellt. Eine Zeitreise führt Sie zu markanten Schwerpunkten der Geschichte des Papsttums im Zeitenmeer. Im Labyrinth machen Sie sich auf die Suche nach den Papstschlüsseln. Auf dem Kapellplatz in Altötting erleben Sie mit Papst Benedikt das geistliche Zentrum, das ihn geprägt hat. Alle 265 Päpste und ihr Wirken sind in ebenso vielen Räumen mit vielen Bildern und Texten dokumentiert. Alle Räume können über Internet aktualisiert werden. Lexikonartikel zu allen 265 Päpsten und Links ins Internet eröffnen Ihnen zielführende Erkundungstouren ins Internet.

Petrus (Hl.)
1, Petrus (Hl.), Simon, , 33(?)-67(?), , Das Petrusamt geht auf die Erwählung des Apostels Petrus durch Jesus zurück. Jesus übertrug Petrus eine herausragende Rolle inmitten der Apostel. Man versteht die Institution des Papsttums am Besten, wenn man sich die neutestamentlichen Texte anschaut, die die Rolle des Petrus zum Thema haben. Diese Rolle des Petrus ist das Fundament für das spätere Amt des Papstes, das sich daraus entwickelt. Von Jesus gestiftete Beziehungen werden Strukturen der jungen Kirche. Petrus stammte aus Bethsaida am See Genezaret (Joh 1,44) und ging dort seinem Beruf als Fischer nach, zusammen mit seinem Vater und seinem Bruder Andreas. Andreas war bereits Schüler des Johannes des Täufers, des berühmtesten Bußpredigers seiner Zeit, gewesen - das wird wohl auch ein Licht auf Simon Petrus werfen. Nach dem Johannesevangelium ist es Andreas, der seinen Bruder Petrus auf Jesus hinweist. Von daher rührt die Benennung des Andreas als des "Erstberufenen" in der orthodoxen Kirche bis heute. Die anderen drei Evangelien schildern Petrus als denjenigen, den Jesus als ersten zusammen mit seinem Bruder Andreas erwählte. Das wesentliche ist jedoch, dass beide von Jesus erwählt wurden. Nicht die Schüler suchen sich ihren Lehrmeister, sondern der Lehrer Jesus beruft den Petrus. Jesus, Petrus und die Apostel Jesus wählte sich Männer und Frauen in seinen Jüngerkreis, da er sich gesandt fühlte, ganz Israel das Hereinbrechen der Gottesherrschaft zu verkünden. Seit er sich vom Kreis Johannes des Täufers abgelöst hatte, zog er mit seinen eigenen Schülern in Galiläa und Judäa umher. Aus diesem immer umfangreicher werdenden Jüngerkreis wählte er bewusst 12 Anhänger aus, die den engsten Kreis bilden sollten. Sie werden die zwölf Boten für ganz Israel sein, Gesandte an seiner Statt: Sie sollen allen 12 Stämmen, aus denen das ideale Israel besteht, das Hereinbrechen der Gottesherrschaft in diese Welt verkünden und es zur Erneuerung rufen. Mit dieser Zwölfergruppe erhob Jesus einen hohen Anspruch: Die Sendung des Jesuskreises ist an ganz Israel gerichtet, an das von Gott erwählte Volk. Er will keine Sondergruppe, keine Partei und auch keine neue Sekte gründen. Die Zwölf sind daher im Neuen Testament der Organisationskern, um den sich später die Kirche sammelt. Jesus hat in seinem Schülerkreis ganz bewusst solche Organisationskerne geschaffen, die sich dann später zu tragfähigen Strukturen weiterentwickeln konnten. Der engere Apostelkreis und die "Säulen" von Jerusalem Vereinzelt wählte sich Jesus aus dem Zwölferkreis drei aus, die er mit Ehrennamen benannte und zu besonderen Gelegenheiten mitnahm: Simon nannte er aramäisch Kepha (="Kaphas",griechisch Petros, der Fels), Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, die er Boanerges nannte. Diese Drei hatte er bei der Verklärung auf den Berg mitgenommen. Im Markusevangelium werden die Berichte von diesem engeren Jüngerkreis mitgeteilt. Im Matthäus-Evangelium werden diese Passagen so umgeformt, dass der engere Jüngerkreis gar nicht mehr erscheint, sondern der EINE Apostel hervorsticht, den Jesus als Mitte und Fels inmitten der Zwölf gestellt hat: Simon Petrus. Nach dem Tod des Jakobus, des Sohnes des Zebedäus, der bereits 44 nach Christus als erster Märtyrer aus dem Kreis der Zwölf umgebracht worden war, nahm immer stärker ein anderer Jakobus dessen Leitungsrolle in der hebräischsprachigen Urgemeinde ein. Dieser Jakobus hat in der Bibel den Beinamen "Bruder des Herrn", weil er mit Jesus nahe verwandt war. Als später Paulus nach Jerusalem hinaufzog, um sein Evangelium mit dem der vorösterlichen Apostel abzustimmen, traf er dort die Urgemeinde an, die sich um den engeren Apostelkreis versammelt hatten. Paulus nennt im Gal diese drei als die "drei Säulen"(gr. "styloi"): Jakobus den "Herrenbruder", Simon Petrus und Johannes. (Zitat ThWNT styloi. ) Offensichtlich gab es also eine Kontinuität des engeren Apostelkreises der Drei auch nach der Auferstehung Jesu. Alle Evangelien bezeugen jedoch, dass EIN Apostel von Jesus in besonderer Weise berufen wurde: Simon, den Jesus "Kepha,Felsen" nannte - einen aramäischen Titel, den sogar die hellenistischen Christen voller Respekt als "Kephas" im Griechischen weiter verwendeten und dann später in das griechische "Petros" und das lateinische "Petrus" übertrugen. Paulus focht mit Petrus und den anderen Säulen in Jerusalem die Frage aus, wie sich die Kirche angesichts der Herausforderung der Missionierung der hellenistischen Welt und nicht nur Israels verhalten soll. Petrus scheint in diesen Auseinandersetzungen zwischen der stärker judenchristlich orientierten kirchlichen Gruppe um den Herrenbruder Jakobus und den heidenchristlichen Positionen um Paulus eine Vermittlerfunktion eingenommen zu haben. Paulus hat dem Petrus im Galaterbrief Wankelmütigkeit vorgeworfen, doch scheint Petrus seine Rolle als Vermittler und Brückenbauer zwischen den Positionen in Antiochien in ausgezeichneter Weise umgesetzt zu haben. Die christliche Mission ging mit den in Antiochien ausgehandelten Kompromissen in der Urchristenheit weiter, kam nach Rom und in die ganze Welt. Petrus der Fels "Du bist Petrus, und auf diesen Fels werde ich meine Kirche bauen". Im Markusevangelium wird Petrus herausgehoben als der Apostel, den Jesus selbst "Kepha" nennt. Mit dieser Bezeichnung für einen Menschen, der zugleich sehr oft als wankelmütig beschrieben wird, wird ihm etwas zugesprochen, was über sein Naturell hinausgeht. Das Matthäusevangelium bringt diese Rolle mit dem berühmten Text, der auch im Petersdom prangt, ins Wort: Mt 16,17-19. Petrus wird berufen (Mk 2,17) zu einem Gesandtendienst im Gefolge Jesu, um das Gottesreich zu verkünden. Zusammen mit den beiden Donnersöhnen wird Petrus von Jesus mitgenommen zu herausragenden Ereignissen in dessen Leben. Mt 10,2 belegt die Sonderstellung, die Petrus im Zwölferkreis einnahm. Petrus war es auch, der als Jüngersprecher ein Bekenntnis zu Jesus als dem Messias abgab, an das sich alle erinnerten. Er hat - wenn auch damals noch nicht in der Klarheit, was das am Ende bedeuten wird - als erster verstanden, dass Jesu Rolle über die Rolle eines Wundertäters und Predigers vom Reiche Gottes hinausgeht. Petrus, der Jesus von den Jüngern offensichtlich am längsten kannte, verleugnete - und auch das ist einhellige Überlieferung in der Bibel - am Ende des irdischen Lebens Jesu während dessen Gerichtsprozess seinen Lehrer und tat so, als kenne er ihn nicht. Dieses persönliche Scheitern ist jedoch aufgenommen in die mutige Rolle des Petrus nach der Auferstehung Jesu. Nach einhelligem Zeugnis der Bibel war Petrus der Erstzeuge der Auferstehung Jesu. Die Bibel nennt drei wesentliche Aufgaben, die Petrus in der Kirche hat: a) die Geschwister stärken (Lk 22,31f.) b) Binden und Lösen, Entscheidungen fällen und richten (Mt 16,7-9) c) und den Hirtenauftrag zur Sorge um alle Gläubigen (Joh 21,15-17) Beziehungen werden Strukturen Die Entwicklung von der Rolle des Petrus zum Amt des Papstes entspringt dem Transfer seiner Rolle in der Jüngergemeinschaft vor Ostern auf kirchliche Strukturen in der Zeit nach der Auferstehung Jesu. Dieses Prinzip, das man in der Kirchengeschichte oft beobachten kann, ist die nachösterliche Übertragung von Beziehungen aus der Bibel auf Strukturen: In Beziehungen Jesu zu Gott und den Menschen gründen die Strukturen der kirchlichen Organisation. Dieser Transfer ist bereits in der Bibel angelegt. Zum Beispiel wird Im Johannesevangelium, das erst gegen 100 als jüngstes der kirchlichen Evangelien geschrieben wurde, ganz offensichtlich in der Beziehung zwischen Petrus und dem "Jünger, den Jesus liebte" die innerkirchliche Struktur zwischen den Christgläubigen in den johannäischen Gemeinden und der Leitfigur der Gesamtkirche abgehandelt: Wenn auch der "Jünger, den Jesus liebte" zuerst zum leeren Grab kommt, so lässt er dem langsameren "Offiziellen" Petrus den Vortritt, ins Grab zu treten. Das Charisma orientiert sich an der innerkirchlichen Autorität. Da dieses Evangelium etwa 40 Jahre nach dem Tod des Petrus geschrieben ist, ist Petrus in dieser Geschichte als Chiffre für die innerkirchliche Autorität zu verstehen. Wer christlich glaubt, soll sich an diesen offiziellen innerkirchlichen Strukturen orientieren, sagt das vierte Evangelium, und holt damit die Menschen, die aus der Spiritualität leben, herein in die Strukturen der Kirche. Diese biblischen Texte zeigen damit auch, dass die Autorität des biblischen Petrus nicht mit seinem Märtyrertod abgestorben ist, sondern sich als bleibende Orientierung in der Kirche weiterentwickelte. Als die Kirche nach einem längeren Findungsprozess ihre Strukturen ausbaute, bekam daher das Petrusamt, das man in dem Bischof von Rom als dem Nachfolger des dort gemarterten Apostels Petrus erkannte, ab dem vierten Jahrhundert die zentrale Funktion in der Kirche, die es bis heute hat. Petrus als Leitfigur der Gesamtkirche ist Fundament für das Papsttum in dessen Leitungsfunktion der Gesamtkirche. Die Beziehungsstrukturen des Petrus im Jüngerkreis um Jesus herum sind Leitlinien für das Papstamt, die Leitung der Kirche in rechter Weise auszuüben. Es ist daher von solcher Wichtigkeit für alle in der Kirchenleitung wie auch allen Christgläubigen, in der Frage von Leitung und Gehorsam, Vielheit und Zusammenhalt in der notwendigen Einheit in die Bibel zu horchen und von dort zu lernen, wie Jesus Beziehungen in seiner Kirche möchte. Fels, Säulen und Apostel als Strukturkerne der christlichen Gemeinde müssen ihre Beziehungen untereinander nach dem Zeugnis der Beziehungen innerhalb des Jüngerkreises Jesu im Neuen Testament gestalten. Als die beiden Jakobus und Johannes, die Jesus mit Petrus als einen engeren Apostelkreis heraushob, sich in Machtfragen verstiegen (Mt 16), hat Jesus ihre Machtgelüste aufgenommen und umgekehrt: Wer unter Euch der Herrscher sein will, soll der Diener aller sein. Darin ist begründet, dass nach Papst Gregor I. die Päpste gelernt haben, sich als "servus servorum Dei" zu nennen. Diener der Einheit Nach den langen Irrwegen der Kirchengeschichte, die die Kirche oft und in viele Lager gespalten sieht, erkennt man in der Gegenwart immer mehr die Einheitsfunktion, die im Petrusamt angelegt ist. Die Bestärkung der Brüder (Lk 22,32), das Entscheiden und Leiten sind ein wichtiger Dienst für die Kirche. Die Vielfalt, die Jesus in den Strukturen der Gemeinde seiner Jünger angelegt hat, wird durch das Petrusamt gebündelt. , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,
Linus (Hl.)
2, Linus (Hl.), , , 67(?)-79(?), , Nach dem Katalog der römischen Bischöfe bei Irenäus von Lyon Adv. haer. III 3,3 der 1. Nachfahre des Petrus. Irenäus versucht ihn mit dem in 2 Tim 4,21 genannten Linus zu identifizieren. Alte Quellen geben die Zeit von 64-79 als Amtszeit an, der Liber Pontificalis jedoch gibt in der Folge des Liberianischen Kataloges die Jahre 56-23.9.67 an. Eine Schrift "Martyrium beati Petri Apostoli a Lino conscriptum" stammt erst aus dem 6. Jahrhundert (vgl. A. P. Frutaz, LTHK² 6,1068). , , , Volterra, , , , , , , , 76, , , Nach dem Liber Pontificalis in Rom neben dem Grab des Hl. Petrus, Legende, , , , , der Klagende (griech.), 23.09., , , , , , , , ,
Anaklet I. (Hl. Anenkletos)
3, Anaklet I. (Hl. Anenkletos), , , 79(?)-88(?), , Sein Name Anaklet war im Griechischen ursprünglich Anenkletos, wurde später latinisiert auch Anakletus, Anacletus, Cletus, Anencletus geschrieben. Er erlitt in der zweiten großen Christenverfolgung unter Domitian das Martyrium. Seine Reliquien werden nach alter Tradition in der Kirche des Heiligen Linus in der Vatikanstadt aufbewahrt. Doch ist aus dieser Anfangszeit nur wenig sicheres überliefert: 'Die Berechnung von 12 Regierungsjahren (79?-90?) geht auf das 3.4. Jh. zurück u. ist ohne hist. Wert.' (G. Schwaiger, LThK² 1, 524). , , , Rom , , , , , , , , 88, , , Rom neben dem Grab des Hl. Petrus, Legende, , , , , der Erlesene (griech.-latein.), Cletus 26.04. + Anacletus 13.07., , , , , , , , ,
Clemens I. (Hl.)
4, Clemens I. (Hl.), , , 88(?)-97(?), , Clemens I. (Clemens Romanus) war nach Eusebius (HE III 15 34, V 6), Irenäus (Adv. haer. III 3,3) und Hieronymus (Vir. ill. 15) von 92-101 Bischof von Rom, nach anderen sei er noch Petrusschüler gewesen. Er wird mit dem Autor des 1. Clemensbriefes in eins gesetzt. Er zeigt in seinem Brief an die Korinther Sorge um diese Ortskirche und ihren Streit um die abgesetzten Presbyter. Aus diesem Brief von Clemens I. ist die christliche Theologie in Rom 30 Jahre nach dem Tod der beiden Apostel Petrus und Paulus im Übergang von der neutestamentlichen zur nachapostolischen Zeit gut zu erkennen. Dieser Brief an die Korinther ist nicht in das Neue Testament aufgenommen worden, gehört jedoch unter die bedeutendsten Schriften der alten Kirche. Er belegt auch die Martyrien von Petrus und Paulus in Rom. 'Da C. nach der Legende mit einem Anker um den Hals in das Schwarze Meer versenkt wurde, wird er als Papst mit einem Anker dargestellt' (A. Stuiber, LThK² 2, 1222-1223, , , Rom in der Nähe des Kolosseums, , , , , , , , 97, , , Rom Kirche des St. Clemente, soll als Märtyrer gestorben sein/keine Bestätigung antikster Quellen, , , 1. Clemensbrief, , der Sanftmütige (latein.), 23.11., , In Bildern wird der Heilige Clemens oft als Papst mit einem Anker und einem Fisch gekennzeichnet, manchmal auch mit einem zusätzlichen Mühlstein, Schlüsseln, eine Quelle (die durch seine Gebete hervorgerufen wurde), oder einem Buch, Patron von Solingen, Sevilla, Århus, Compiègne und der Krim, der Seeleute, Hutmacher, Bergleute, Steinmetzen, Marmorarbeiter, (in der Steiermark:) der Holzfäller, der Kinder, bei Sturm und Gewitter, gegen Wassergefahren und Kinderkrankheiten, , , , , ,
Evaristus (Hl.)
5, Evaristus (Hl.), , , 97(?)-105(?), , Nach dem Liber Pontificalis hatte er einen jüdischen Vater aus Betlehem und stammte aus einer hellenisierten Familie. Seine Wahl fiel in die Zeit der zweiten großen Christenverfolgung unter Kaiser Domitian.
Alexander I. (Hl.)
6, Alexander I. (Hl.), , , 105(?)-115(?), , Nach Irenäus ist Alexander der fünfte Bischof von Rom in der Nachfolge des Apostels Petrus. Er erwähnt kein Martyrium, so dass die fälschliche Ineinssetzung mit dem Märtyrer Alexander wohl nicht haltbar ist, obwohl der Liber Pontificalis ihn als Märtyrer mit dem Presbyter Eventius und dem Diakon Theodulus nennt und sein Grab an der Via Nomentana belegt. Ansonsten ist von ihm wenig bekannt (vgl. G. Schwaiger, LThK² 1, 315). , , , Rom (Viertel S. Lorenzo), , , , , , , , 115, , , Grabstätte an der Via Nomentana, Verwechslung mit einem Märtyrer namens Alexander Grab 1855 auf der Via Nomentana, , , , , Der Wehrmann (griech.), 03.05., , , , , , , , ,
Sixtus I. (Hl.)
7, Sixtus I. (Hl.), , , 115(?)-125(?), , Auch Sixtus wird erstmals in der Papstliste des Irenäus von Lyon erwähnt. Ursprünglich ist sein Name aus dem Griechischen als Xystos /Xystus (griech.: geschabt, geglättet) zu verstehen. Nach dem Liber Pontificalis wird sein Fest am 6.April gefeiert (vgl. G. Schwaiger, LThK² 9, 808-809). , , , Rom, , , , , , , , 125, , , Alatari hl. Überreste der Urne auf der Akropolis, erster Bischof von Rom für den das Martyrium, wahrscheinlich unter Kaiser Hadrian, belegt ist., , , , , , , , , , , , , , ,
Telesphorus (Hl.)
8, Telesphorus (Hl.), , , 125(?)-136(?), , Telesphorus lebte unter Kaiser Hadrian. Nach Irenäos v. Lyon (Adv. Haer. III 3,3) starb er als Märtyrer. Der Karmeliterorden verehrt ihn als Ordensheiligen, weil er auf dem Berge Karmel als Eremit gelebt haben soll. (vgl. Ekkart Sauser, BBKL XI (1996) 625).
Hyginus (Hl.)
9, Hyginus (Hl.), , , 136(?)-140(?), , In der Papstliste des Irenäus wir Hyginus als 8. Bischof von Rom nach Petrus aufgeführt. Im Liber Pontificalis steht Athen als Herkunftsort, wo er vorher als Philosoph gewirkt haben soll. (vgl.Kristina Lohrmann, BBKL II (1990) 1231-1232), , , Athen, , , , , , , , , , , , nicht nachgewiesen, , , , , der Gesunde (griech. / latein.), 11.1., , , , , , , , ,
Pius I. (Hl.)
10, Pius I. (Hl.), , , 140(?)-155(?), , Nach dem Muratorischen Fragment (aus dem 2. Jhdt.) sei er ein Bruder des Hermas, auf den die Schrift »Der Hirt des Hermas« zurückgeht, gewesen. Auch in den Bischofslisten des Irenäus und des Hegesipp wird er als Bischof von Rom aufgeführt. Zu seiner Zeit wurden in Rom heftige Auseinandersetzungen zwischen den Katholiken und gnostischen Sektierern im Gefolge von Markion, Valentinos und Kerdon geführt. (vgl. LThK² 8,528).
Aniketos (Anicet) (Hl.)
11, Aniketos (Anicet) (Hl.), , , 155(?)-166(?), , Die Theologen Hegesipp und Polykarp kamen unter Aniketos nach Rom, als auch der bedeutende Justin Valentin und Markion hier wirkten. Ein wichtiges Streitthema dieser Zeit war die Frage des Ostertermins, in der es zu keiner Einigung kam. (vgl. LThK² 1,562) Polykarp und Anicetus diskutierten das Datum des Osterfestes, welches die Kirche in Kleinasien zum jüdischen Passahfest am 14. Nisan feierte, während die römische Kirche stets den Tod Jesu am Freitag und die Auferstehung am Sonntag nach dem 14. Nisan feierte, da dies der Tag der Auferstehung des Herrn sei, weswegen auch der Sonntag der heilige Tag im Christentum ist. Anicetus und Polycarp konnten sich nicht einigen, doch Anicetus erlaubte Polycarp und der Kirche in Kleinasien (heutige Türkei), ihrer Tradition zu folgen. Diese Kontroverse flammte in den kommenden Jahrhunderten immer wieder auf.
Soter (Hl.)
12, Soter (Hl.), , , 166(?)-175(?), , Bei Eusebius HE IV 23,9-12 wird von einem Brief des Soter nach Korinth mit einigen Fragmenten daraus berichtet. (vgl. LThK² 9,893) Bischof Dionysius von Korinth schreibt in einem Dankesbrief an die Kirche von Rom: »Von Anfang an hattet ihr den Brauch, allen Brüdern auf mannigfache Weise zu helfen und vielen Gemeinden in allen Städten Unterstützungen zu schicken. Durch die Gaben, die ihr von jeher geschickt habt, da ihr als Römer einen überlieferten römischen Brauch festhaltet, erleichtert ihr die Armut der Dürftigen und unterstützt ihr die in den Bergwerken lebenden Brüder. Euer heiliger Bischof Soter hat diesen Brauch nicht nur festgehalten, er hat ihn auch noch erweitert, sofern er sowohl reichliche Gaben an die Heiligen verteilt als auch die (nach Rom) kommenden Brüder wie ein liebender Vater seine Kinder mit frommen Worten tröstet.« (Eusebius, Kirchengeschichte 4, 23, o, zitiert nach: Ekkart Sauser, BBKL XIV (1998) 1492-1493). Damit wird eine längere Verbindung seit dem 1. Clemensbrief zwischen diesen wichtigen alten christlichen Gemeinden bestätigt. Er wurde in der Calixtus-Katakombe in Rom begraben, wo er in der Katakombe mit den ältesten Papstgräbern bis heute ruht.
Eleutherus (Hl.)
13, Eleutherus (Hl.), , , 175(?)-189, , Für die römische Kirche seiner Zeit war die Abwehr der Häresien der Markioniten, der Valentinianer und der Montanisten eine große Herausforderung. Eleutherus war ein Grieche aus Nikopolis und ist der letzte Eintrag in der Papstliste des Irenäus von Lyon, der als Presbyther aus dem französischen Lyon ein Schreiben der Gemeinden von Vienne und Lyon nach Rom brachte und dort für eine friedliche Verständigung mit den Montanisten warb. Nachrichten im Liber Pontificalis von Missionskontakten nach Britannien sind Legende (vgl. Friedrich Wilhelm Bautz, BBKL I (1990)1488).
Victor I. (Hl.)
14, Victor I. (Hl.), , , 189-199, , Nach dem Kirchenvater Hieronymus war er aus Afrika, nach dem Liber Pontificalis aus Afrika. Bischof Viktor von Rom verlangt im Osterfesststreit von den kleinasiatischen Gemeinden die Übernahme der römischen Praxis und droht mit Kirchenausschluss. Seine Forderung nach Synoden in dieser Frage wird zwar trotz anderen Denkens der Bischöfe Kleinasiens befolgt. Auch die Exkommunikation des Theodotos drückt Viktors Selbstverständnis als Wahrer der Rechtgläubigkeit auch außerhalb Roms aus. Doch am Widerspruch aller anderen Kirchen und der daraufhin erfolgenden Aufhebung der Kirchengemeinschaft von Seiten Viktors ist der Versuch, den Primat der römischen Kirche zu einem juristischen des Bischofs zu machen vorerst gescheitert. (vgl. Hubert Jedin, Handbuch der Kirchengeschichte Bd. 1, Kap 26, 399ff). Da viele Bischöfe im Westen sich gegen die Exkommunikation der abtrünnigen Kleinasiaten aussprachen, darunter auch Irenäus von Lyon, nahm Viktor davon Abstand.(vgl. Euseb., h.e. V, 24, 9-17). Über einen Presbyter Hyazinth erhält Viktor Zugang zu Marcia, der christlichen Konkubine des Kaisers Commodus, mit deren Hilfe mehrere christliche Strafgefangene aus den Lagern Sardiniens befreit werden konnten (vgl.Josef Rist, BBKL XII (1997) 1334-1337). , , , Afrika oder Italien, , , , , , , , 199, , Rom, , Keine Nachweise über die Angabe seines Martyriums, , , , , der Sieger (latein.), 28.7., , , , , , , , ,
Zephyrinus (Hl.)
15, Zephyrinus (Hl.), , , 199–217, , , , , war Römer, , , Er wird als Mann von wenig Intelligenz oder Charakterstärke beschrieben, , , , , 20.12.217, , Rom, Via Appia, in der Nähe der Katakomben des Hl. Calixtus, , , , "Von ihm ist aber die erste dogmatische Erklärung im Wortlaut überliefert: ""Ich weiß einen Gott, Jesu Christus, und außer ihm keinen anderen, der geboren ist und gelitten hat.""", , der Westwind (griech./latein.), 20.12., , , , , , , , ,
Kalixt I. (Hl.)
16, Kalixt I. (Hl.), , , 217-222, , Bischof Calixt bezieht als erster das Bibelwort "Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Kirche bauen" (Mt 16,18f) auf den römischen Bischof als Nachfolger des Petrus und stellt eine Theorie des Primats sowohl der römischen Kirche als auch des römischen Bischofs auf. Bischof Cyprian von Karthago und mit ihm viele andere Gemeinden erkennen sehr wohl den Vorrang der röm. Kirche an, kennzeichnen aber den Vorrang des röm. Bischofs, im Bewusstsein dessen, dass er die "cathedra Petri" innehabe, als einen symbolischen, der die Einheit des Episkopats verbürge (vgl. Hubert Jedin, Handbuch der Kirchengeschichte Bd. 1, Kap 26, 399ff). Von ihm weiß man einiges aus dem Hauptwerk "Philosophoumena" seines Gegners Hippolyth, der ihn als ehemaligen Sklaven beschreibt, der im Geldwechslergeschäft seines Herrn das anvertraute Geld schlecht verwaltete, vor den christlichen Gläubigern und seinem Herrn fliehen wollte. Im Hafen gestellt stürzte er sich ins Meer, wurde jedoch seinem Herrn zurückgebracht. Später wurde er noch wegen der Störung des Gottesdienstes der jüdischen Gemeinde Roms angezeigt und verurteilt. Nach seiner Freilassung auf Fürsprache von Marcia wurde er von Papst Zephyrinus als Diakon nach Rom geholt und erhielt den Verwaltungsposten über den Friedhof, worauf bis heute die Bezeichnung "Calixtinische Katakomben" zurückgeht. Nach dem Tod des Zephyrinus wurde Kalixt zum Bischof von Rom gewählt. Er entwickelte eine Bußpraxis, die den Sündern die Wiederaufnahme in die Kirche erlaubte und nicht so rigoristisch war wie die seines Hauptgegners Hippolyth. Kalixt opponierte gegen die Unterordnung Christi unter Gott, die er bei Hippolyth am Werk sah und exkommunizierte Sabellius als Vertreter der Modalisten, die Christus und Gott nur als zwei Gestalten der einen Gottheit ansehen wollten (vgl. Friedrich Wilhelm Bautz BBKL I (1990) 858-859). , , , Rom, , , , , , , , , , , Via Aurelia, auf dem Friedhof des Calepodius, wo sein Grab 1960 entdeckt wurde// später mit Fresken geschmückt., , Seine Amtszeit war zu Zeiten der römischen Kaiser Elagabal und Severus Alexander., , , , „der schönste“ (griechisch/lateinisch)., 14.10., , In der Kunst wird er meistens mit einer roten Robe und einer Tiara dargestellt oder mit einem Mühlstein um seinen Hals. Oft ist ein Brunnen in seiner Nähe., , , , , , ,
Urban I. (Hl.)
17, Urban I. (Hl.), , Er war der Sohn des Pontianus., 222-230, , Das Martyrologium des hl. Hieronymus (5. Jh.) bezeugt seine Bestattung in der Calixtus-Katakombe, wo eine Grabplatte mit der Inschrift seines Namens gefunden wurde. Die meisten sonstigen Angaben im Liber Pontificalis, in der Cäcilienlegende etc. sind späte Erfindungen und legendarisch. Da der Gedenktag des Hl. Urban am 25. Mai in die beginnende Rebenblüte fällt, gilt er als Patron der Winzer (vgl. Ernst Pulsfort, BBKL XII (1997) 924-925).
Pontianus (Hl.)
18, Pontianus (Hl.), , , 230–235, , Pontianus und andere Kirchenführer, darunter auch der römische Gegenbischof Hippolytus, wurden von Kaiser Maximinus Thrax nach Sardinien ins Exil geschickt. "Der Tag seines Verzichts ist das erste nach Tag und Monat gesicherte Datum der Papst-Gesch." (G. Schweiger). Aufgrund der Entbehrungen dort starben sie dort sehr schnell, so dass sie vermutlich "ad metalla" in ein Arbeitslager verbannt worden sind. An einem 13. August wurde er unter Papst Fabianus in Rom in der Calixtus-Katakombe in Rom beigesetzt. Sein Grab wurde in der Papstgruft der Calixtus-Katakombe beigesetzt, die Grabinschrift dort 1909 bei Ausgrabungen aufgefunden. (LThK² 6,612) , , , Rom, , , , , , , 28.09.235 im Catalogo Liberiano des IV. Jh. Verzeichnet, 29./30.09.235, , , Leichnam v. Papst Fabianus 236 oder 237 nach Rom gebracht und in den Calixtus-Katakomben beigesetzt. Grabstein mit Namen und Bischofstitel in griechischen Buchstaben wurde 1909 entdeckt., , Kaiser Alexander Severus, Nachfolger: Maximinus Thrax (Auslöser der Christenverfolgungen), , , , „der Brückenmann“ (lateinisch), 13.08., , , , , , , , ,
Anterus (Hl.)
19, Anterus (Hl.), , , 235-236, 1 Monat 13 Tage, Er wurde in der Calixtus-Katakombe in Rom bestattet, wo sein Grab 1854 wiederentdeckt wurde (vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Anterus).
Fabianus (Hl.)
20, Fabianus (Hl.), , , 236-250, 14 Jahre 10 Tage, "Eusebius von Caesarea berichtet, wie die Christen, die sich in Rom versammelt hatten, um einen neuen Bischof zu wählen, über dem Haupte Fabians eine Taube leuchten sahen. Fabian, ein Fremder in der Stadt, wurde dadurch für diese Würde erwählt und zum Bischof ernannt, obwohl es zahlreiche andere, starke Kandidaten für den vakanten Stuhl gab. Fabian starb als Märtyrer während den Verfolgungen Kaisers Trajanus Decius am 20. Januar 250. Er wurde in der Calixtus-Katakombe in Rom bestattet. Sein Sarkophag wurde 1915 entdeckt." (vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Fabianus).
Cornelius (Hl.)
21, Cornelius (Hl.), , , 251-253, , Cornelius war vorher römischer Presbyter. Im Jahre 251 wurde er nach einer Sedisvakanz von über einem Jahr während einer kurzen Ruhephase der Christenverfolgung Kaiser Trajanus Decius' gewählt (Cyprian, Ep. 55). Novatian, ein begabter aber rigoristischer Theologe, lehnte eine Wiederaufnahme der vom Glauben durch staatlich erzwungene Götzenopfer Abgefallenen (lat. lapsi) ab. Cornelius aber vertrat eine milde Haltung. So kam es zum endgültigen Bruch und zur ersten Kirchenspaltung. Novatian warf ihm sogar vor, dass er sich bei der Verfolgung unter Decius gegen Geld eine Bescheinigung verschafft habe, dass er den Göttern geopfert habe. Drei süditalienische Bischöfen weihten Novatian zum Gegenbischof. Auf einer Synode in Rom im Herbst 251, an der 60 Bischöfe teilnahmen, wurde dieser Vorwurf zurückgewiesen und Novatian und seine Anhänger exkommuniziert (Novatianisches Schisma) (Eusebius, HE VI 43). In der Sammlung des Bischofs Cyprian von Karthago sind zwei seiner Briefe erhalten (Cyprian Epp 49;50) und ein Teil eines Briefes an Fabius von Antiochia über die Gliederung der römischen Kirche (Eusebios HE VI 43). In St. Corneille de Compègne, im Kornelimüster und in St. Severin in Köln befinden sich Reliquien des Heiligen Papst Cornelius (vgl. LTHK² 3,57-58)., Sein Bildnis ist auf einem Wandgemälde der Kalixtuskatakomben zu sehen., , Rom, , , , , , 3.251, , Juni 253, , , Krypta der Päpste Calixtus-Katakomben, Grabstein in griechisch verfasst, , "Kaiser Trajanus Decius, Kaiser Trebonianus Gallus", , , , Stark wie ein Horn (latein.) oder: aus dem altrömischen Geschlecht der Cornelier (latein.), 16.9., , Horn, Patron der Bauern, des Rindviehs, gegen Epilepsie (daher spricht man auch von "Kornelkrankheit"), Krämpfe, Nerven- und Ohrenleiden., , , , , ,
Lucius I. (Hl.)
22, Lucius I. (Hl.), , , 253-254, 8 Monate 8 Tage, Da er nicht bereit war, den Göttern zu opfern, wurde er ins Exil geschickt. Nach dem Regierungsantritt von Kaiser Valerian und dessen anfänglicher Milde gegenüber den Christen konnte er wieder nach Rom zurückkehren. Cyprian von Karthago widmet ihm einen Brief (epistula 61), in dem er dessen Bekennermut rühmt (vgl. Ekkart Sauser, BBKL V (1993) 301-303 ) , , , Rom, , , , , , , , 5.3.254, , , Krypta der Päpste Calixtus-Katakomben, , , , , , der Leuchtende (latein.), Gedenktag ist der 5. März. In Roskilde: Übertragung der Gebeine: 25. August., , , , , , , , ,
Stephan I. (Hl.)
23, Stephan I. (Hl.), , , 254-257, , Im Ketzertaufstreit forderte Stephan die Annahme des römischen Brauches und setzte den römischen Vorranganspruch das erste Mal als Teil seiner Argumentation ein. E betrieb erfolgreich das Verbot der Wiedertaufe in der ganzen Kirche, die die tolerantere Position war und festlegte, dass auch durch Ketzer getaufte Christen rechtmäßig getauft sind und daher nicht mehr getauft werden sollen. Er starb noch vor Beginn der Valerianischen Verfolgungen., Reliquie seines Kopfes in Speyer, , Römer, , , , , , , , , , , Krypta der Päpste Calixtus-Katakomben, , , , , , die Krone (griech.), 2.8., , , , , , , , ,
Sixtus II. (Hl.)
24, Sixtus II. (Hl.), , , 257-258, 11 Monate 7 Tage, Er war der erste Papst, der den gleichen Namen wie ein früherer führte (Xystus - Sixtus). Er beendete den Streit mit den afrikanischen und östlichen Gemeinden bezüglich der Ketzertaufe, die sein Vorgänger geführt hatte. Papst Xystus starb als Märtyrer in der Valerianischen Verfolgung, als er gemeinsam mit vier Diakonen bei einem Gottesdienst auf dem Friedhof des Calixtus gefangengenommen und hingerichtet wurde, ebenso wie nach ihm der Diakon Laurentius. Für die große Verehrung zeugen viele Darstellungen (Goldgläser, Mosaiken, Fresken, Plastiken z.B. in Rom, Ravenna, Reims, Vreden) oft in Verbindung mit Laurentius. , Das Leben und Wirken von Sixtus II. und dem nach ihm gemarterten Archidiakon Laurentius hat in der Capella Niccolo V. im Vatikan höchsten künstlerischen Ausdruck gefunden, während Raffael Sixtus auf dem Gemälde der Sixtinischen Madonna unsterblich gemacht hat., , Athen, , , , , , , , , , , Krypta der Päpste Calixtus-Katakomben, unter Kaiser Valerian, Kaiser Valerian, , , , Sixtus = der Sechste (latein.) bzw. Xystus = der Geglättete (griech.)., 6.8., , Geldbeutel oder Geldstück, mit Laurentius., Patron für das Gute Gedeihen der Trauben, das Gedeihen der Bohnen, die hoffenden Frauen und bei Hals- Rücken- und Lendenschmerzen, , , , , ,
Dionysius (Hl.)
25, Dionysius (Hl.), , , 259-268, , Eusebius HE VII 5,6 berichtet von Briefen des Dionysius, als er noch Presbyter in Rom war, an Bischof Dionys von Alexandrien, in denen er auf ein Ende des subordinatianischen Denkens hinwirkte, das den Logos, der in Jesus Mensch geworden ist, Gott Vater unterordnen wollte und damit die Einheit Gottes zerbrach. Nach dem Ende der Valerianischen Verfolgungen konnte Dionysius die römische Gemeinde wieder reorganisieren. Auf einer Synode, die Dionysius auf Bitte alexandrinischer Bischöfe einberief, wurde der Subordinatianismus verworfen. In einem freundlichen Schreiben teilte der römische Bischof dem Bischof Dionysios von Alexandrien die Klarstellungen der Synode mit, worauf dieser in einem Schreiben einlenkte und seine Sicht klärte. Die durch Einfälle von Goten gebeutelten Gemeinden in Kappadozien unterstützte Dionysius durch ein Trostschreiben und Geld aus Rom. Er "darf als einer der bedeutendsten Päpste des 3. Jh. gelten." (G. Schwaiger, LThK² 3,405) , In der Kunst wird Dionysius in päpstlichen Gewändern mit einem Buch dargestellt., , wahrscheinlich Griechenland, , , , , 260, , , , , , Krypta der Päpste in den Calixtus-Katakomben, , "Kaiser Valerianus, Kaiser Gallienus (Sohn v. Kaiser Valerianus)", , , , „dem (griech.) Gott Dionysos geweiht“ (griech./latein.), 26.12., , , , , , , , ,
Felix I. (Hl.)
26, Felix I. (Hl.), , , 269-274, 5 Jahre 11 Monate 25 Tage, , , , Rom, , , , , , , , , , , Rom Kirche v. S. Prassede, legendär, verwechselt mit anderen Märtyrern namens Felix, Kaiser Aurelian, , "Während seines Pontifikats entschied der Kaiser Aurelian .. im antiochenischen Bischofsstreit, »daß das Kirchenhaus dem Bischof eingeräumt werden solle, mit dem die Bischöfe von Italien und in der Stadt Rom in kirchlichem Verkehr ständen« (Eusebius, Historia ecclesiastica VII, 30, 19)", Friedrich Wilhelm Bautz, BBKL II (1990) 9. Er ist in der Calixtuskatakombe beigesetzt. (vgl. LThK² 4, 67).
Eutychianus (Hl.)
27, Eutychianus (Hl.), , , 275-283, 8 Jahre 11 Monate 3 Tage, Durch die Entdeckung seiner Grabinschrift in der Calixtus-Katakombe in Rom ist sein Grab in dieser Katakombe bekannt geworden.
Cajus (Hl.)
28, Cajus (Hl.), , , 283-296, 12 Jahre 4 Monate 5 Tage, Mit ihm beginnen die genauen Aufzeichnungen über die Weihetage in Rom. Eine Grabinschrift in Griechisch, die in einer Kammer der Calixtuskatakombe entdeckt wurde, belegt seine Beisetzung in der Katakombe (vgl. G. Schwaiger, LThK² 2, 877). , , , Dalmatien, , , , , 17.12.283, , , 22.04.296, , , Rom Kirche S. Silvestro in Capite , , , , , , Gaius oder Caius -römischer Vorname (latein.) , 22.04., , päpstliche Tiara und dem Heiligen Nereus, , , , , , ,
Marcellinus (Hl.)
29, Marcellinus (Hl.), , , 296-304, , In einer lateinischen Inschrift im Cubiculum des Diakons Severus in der Callistuskatakombe wird Marcellinus "papa" genannt - er ist damit der erste römische Bischof, für den der Titel "papa" (Papst) belegt ist. Um seinen Tod - Märtyrertod oder Abfall in den Diokletianischen Verfolgungen - wurde in den folgenden Jahrhundert heftig gestritten (vgl. Eckhard Reichert, BBKL V (1993) 769 ).
Marcellus I. (Hl.)
30, Marcellus I. (Hl.), , , 308-309, , , , , Rom, , , , , , , , , , , Friedhof der Hl. Priscilla, , , , Es wird diskutiert (Vorschlag von Th. Mommsen), ob es sich um eine weitere Bezeugung des gesicherten Papstes Marcellinus handelt, und Marcellus eine andere Person Roms sei, die in der Sedisvakanz gewirkt habe (vgl. Eckhard Reichert, BBKL V (1993) 769, G. Schwaiger, LThK²7,3 ). Andererseits scheint eine längere Sedisvakanz durch die Diokletianischen Verfolgungen entstanden zu sein, nach der vielleicht doch ein Marcellus den römischen Bischofsstuhl einnahm. Durch die Verfolgungen und die darauf folgenden Streitigkeiten über den Umgang mit den "lapsi", die den römischen Göttern geopfert haben, um zu überleben, war die römische Kirche jahrelang führungslos und zerrissen., , dem (römischen Kriegsgott) Mars geweiht (latein.), , , , , , , , , ,
Eusebius (Hl.)
31, Eusebius (Hl.), , , 309-310, , Im Streit um den Umgang mit den "lapsi", den Abgefallenen, entzweiten sich Papst Eusebius und sein Gegner Heraklius, so dass Maxentius staatlicherseits eingriff und die beiden nach viermonatigem Pontifikat in die Strafkolonie nach Sizilien verbannte, wo Eusebius an den Strapazen starb. Nach der Überführung seiner Leiche nach Rom wurde er in den Calixtuskatakomben beigesetzt und später von Papst Damasus mit einer Grabinschrift geehrt. Früher war sein Gedenktag der 26. September (vgl. Friedrich Wilhelm Bautz, BBKL I (1990) 1560) , , , vermutlich in der Magna Graecia, , , , , , , , , , , Kirche S. Callisto Überreste später in der Kirche des Hl. Sebastian, , , , , , der Gottesfürchtige (griech.), 17.08, , , , , , , , ,
Miltiades (Hl.)
32, Miltiades (Hl.), , , 311-314, , Nach einer längeren Sedisvakanz wurde er zum Bischof von Rom gewählt. Er erhielt er von Kaiser Maxentius die während der diokletianischen Verfolgung eingezogenen Kirchengüter zurück und nach Konstantins I. Sieg über Maxentius in Anwesenheit des Kaisers in Rom den Palast der Kaiserin Fausta auf dem Lateran als Schenkung für die röm. Kirche, auf dessen Grund sich heute der Lateranpalast befindet, der ursprüngliche Amtssitz der Päpste. Auf Konstantins Anweisung aus Gallien hin greift Miltiades als Bischof von Rom in die donatistischen Streitigkeiten ein und berief eine Synode vom 2. bis 4. Okt. 313 im Lateranspalast zusammen, auf der Donatus verurteilt und Caecilianus als Bischof von Karthago bestätigt wurde. Miltiades wurde im Friedhof des Calixtus bestattet, ohne dass man das Grab genauer weiß (vgl. Adolf Lumpe BBKL V (1993) 1537-1538). , , , Afrika, , , , , , , , , , , Friedhof des Calixtus in Rom, , , , , , der Königliche (hebr.-latein.), , , , , , , , , ,
Silvester I. (Hl.)
33, Silvester I. (Hl.), , , 314-335, , Silvester ließ sich durch zwei Diakone auf der ersten weltweiten Kirchensynode, dem Ersten Konzil von Nicäa, 325 vertreten, das von Kaiser Konstantin einberufen und geleitet wurde. Als nach 330 Kaiser Konstantin die Kaiserresidenz nach Byzanz verlegt und damit die Reichsteilung ihren Lauf nimmt, nehmen die römischen Bischöfe nehmen im Westreich zunehmend kaiserliche Aufgaben wahr. In der Zeit des Salerius wurde die Lateranbasilika errichtet und der Lateran zum Amtssitz des römischen Bischofs (vgl. Gisela Schmitt BBKL X (1995) 338-341). Von besonderer Bedeutung wurden die Legenden und auch Fälschungen, die sich um Konstantin und Silvester entwickelt haben: So wurde in späteren Jahrhunderten in der Fälschung der Konstantinischen Schenkung behauptet, Konstantin habe dem Papst die Stadt Rom und Teile des Westreiches geschenkt und damit seien auch Elemente der kaiserlichen Macht auf das Papsttum übergegangen. In Wirklichkeit war Silvester wohl zu seinen Lebzeiten durch Konstantin fast zur Bedeutungslosigkeit verurteilt - Konstantin rief Synoden und Konzilien ein und sorgte sich in seinem Reich um die kirchlichen Strukturen., , , Rom, , , , , , , , , , , Priscillakatakombe an der Via Salaria Nova in Rom, überführt 762 nach S. Silvestro in Capite , , , , , , der Waldmann (lat., von silva, Wald)., 31.12., , , Patron der Haustiere, für eine gute Futterernte, ein gutes neues Jahr, , , , , ,
Marcus (Hl.)
34, Marcus (Hl.), , , 336, 8 Monate 19 Tage, In der kurzen Amtszeit kann Markus wenig für die Anerkennung des Papsttums zu Lebzeiten Konstantins tun., gesegnete Pallien in Silberschrein neben dem Grab des Hl. Petrus, , Rom, , , , , , , , , , , Rom Kirche des Hl. Markus, , , , , , dem (römischen) Kriegsgott Mars geweiht (latein.), 7.10., , , , , , , , ,
Julius I. (Hl.)
35, Julius I. (Hl.), , , 337-352, 15 Jahre 2 Monate 6 Tage, Julius I. hat nach dem Tod Konstantins im Jahr der Papstwahl den nötigen Freiraum und verschafft dem römischen Bischofsstuhl eine größere Bedeutung. Sein rigoroses Vorgehen in der Abhaltung einer Synode in Rom 340 über die arianischen Wirren veranlasst die Bischöfe einer Gegensynode des Ostens in Antiochia 341 zu der Kritik: "Keinem Bischof gebe der Vorrang seiner Stadt ein Recht, sich für mehr zu halten als andere." (vgl. Johannes Haller, Das Papsttum, Idee und Wirklichkeit, Urach/Stuttgart, 1950, Bd. 1, 67). Doch Julian gewinnt daruch an Bedeutung, dass sich beide Seiten um ihn bemühen und ihn auf ihre Seite ziehen wollen. Er hält tapfer zu Bischof Athanasios, obwohl dieser von einer Vielzahl von östlichen Bischöfen in einer Synode abgesetzt und sogar von Kaiser Konstantius II. verbannt worden war. Nach dem Tod des Konstantius II. entwickelte sich dieser kirchliche Streit immer mehr zu einem Streit zwischen den zwei Reichshälften. Auf einer Synode in Serdika sollte eine Einigung erzielt werden, es wurde jedoch nur die Entzweiung und das Schisma augenfälliger. Athanasius konnte seinen Bischofsstuhl später wieder erlangen. Julius sicherte sich vor allem im Westen für seine konsequente Haltung höchste Anerkennung., , , Rom, , , , , , , , April 352, , , Rom Kirche S. Maria in Trastevere, , , Erbauer der Kirchen Santa Maria in Trastevere und Santi Apostoli in Rom, , , aus dem Geschlecht der Julier (latein.), 12.04., , , , , , , , ,
Liberius (Hl.)
36, Liberius (Hl.), , , 352-366, 14 Jahre 4 Monate 7 Tage, Auch Liberius verteidigte Athanasius gegen die arianistische Position, die von Kaiser Konstantinus II. eingenommen wurde. Doch er wurde vom Kaiser immer stärker unter Druck gesetzt und, als er nicht umschwenken wollte, nach Beröa (Thrakien) verbannt. Kaiser Konstantinus ernannte einen Diakon Felix II. zum Gegenpast. "Vier wohl echte Briefe, die Hilarius von Poitiers überliefert hat, zeigen, daß L. die Qualen des Exils, den Druck der ihn beaufsichtigenden arianischen Bischöfe, die persönlichen Demütigungen nicht verarbeiten konnte. L. unterzeichnete schließlich eine Glaubensformel" (Ekkart Sauser, BBKL V (1993) 13-15:13) Ausserdem stimmte er der Verurteilung des Athanasius zu, woraufhin ihm der Kaiser 358 die Rückkehr nach Rom erlaubte, wenn er auch nur zusammen mit Gegenpapst Felix II. sein Amt ausüben durfte. Erst die klare Parteinahme des Volkes Roms für ihn und die Vertreibung des Felix aus Rom wendete seine Position, kann aber einen starken Autoritätsverlust des römischen Bischofsamtes nicht verdecken (vgl. Jedin, Kirchengeschichte, Bd. II/1, 257). , , , Rom, , , , , , , , , , , Rom Vatikanische Grotten, , , , , , der Freie (latein.), , , , , , , , , ,
Damasus I. (Hl.)
37, Damasus I. (Hl.), , , 366-384, 18 Jahre 2 Monate 10 Tage, Damasus versteht sich als "rector ecclesiae" und vermag sich im Gegensatz zu seinen Vorgängern wieder Autorität gegenüber dem Kaisertum verschaffen. Im Jahr 380 erlässt Kaiser Theodosius ein Edikt, das das Bekenntnis des nizänischen Glaubens für alle Untertanen vorschreibt. Das ist der eigentliche Beginn der Reichskirche und die Wende gegenüber dem Arianismus. In einem Konzil in Konstantinopel 381 taucht auch gleich der erste Versuch auf, diese numehrige Reichshauptstadt Neu-Rom wegen ihrer politischen Bedeutung im Reich eine Zweitstellung in der Reichskirche zuzuschreiben, obwohl ältere Patriarchate Vorrechte beanspruchen können. Dieser politischen Begründung setzt Damasus eine theologische gegenüber. Er stellt die Theorie der drei Petrusstühle auf, die besagt, dass die drei Gemeinden Rom, Antiochia und Jerusalem von Petrus gegründet worden sind und deshalb einen Vorrang vor allen anderen Gemeinden haben. Ausserdem sei die römische Kirche älter als die "Reichskirche". Er erreicht auf einer Synode in Rom 382 die Festlegung der Reihenfolge Rom / Alexandria / Antiochia / Neu-Rom (Konstantinopel). Damasus spricht als erster vom "apostolischen Stuhl" und dessen Prärogative und erreicht von Kaiser Gratian die päpstliche Iurisdiktionsgewalt, die ihm die Gerichtshoheit über Bischöfe und Priester seiner Kirchenprovinz und über die Metropoliten Italiens zuschreibt, wofür ihm sogar die kaiserliche und staatliche Gewalt zur Verfügung gestellt wird. , , um 305, in Portugal oder in Rom, , , , , , , , 11.12.384, , , Damaso Kirche S. Lorenzo, , , , , , der Diamantene (latein.), 11.12., , , Patron gegen Fieber, , , , , ,
Siricius (Hl.)
38, Siricius (Hl.), , , 384-399, 14 Jahre ? Monate ? Tage, Mit Siricius steigt der wahrscheinlich erste Adelige auf den römischen Bischofsstuhl. Waren bisher die päpstlichen Schreiben als christliche Privatbriefe mit Belehrungen, Mahnungen und Tröstungen verfasst worden, so führt er den Dekretalenstil in der Form kaiserlicher Erlasse ein. Er behauptet, seinen Anordnungen (decretalia constituta) komme die gleiche verpflichtende Gesetzeskraft zu wie den Kanones der Synoden. Er ist überzeugt, dass dem römischen Bischof oder vielmehr dem Apostel Petrus selbst die Sorge für alle Kirchen obliege. Er schreibt dazu: "Wir tragen die Lasten aller, die beschwert sind, vielmehr trägt sie in uns der selige Apostel Petrus, er uns in allem, so vertrauen wir, als die Erben seines Waltens schützt und schirmt." (Franz Xaver Seppelt/ Georg Schwaiger, Geschichte der Päpste, von den Anfängen bis zur Gegenwart, München 1964, 32). Er beruft sich als erster röm. Bischof auf das Pauluswort 2 Kor 11, 28, wonach ihm "die Sorge um alle Kirchen obliege." (a.a.O)., , , Rom, , , , , , , , , , , Rom Kirche S. Pressede, , , , , , aus der Stadt Siris stammend (griech.-latein.), , , , , , , , , ,
Anastasius I. (Hl.)
39, Anastasius I. (Hl.), , , 399–401, 3 Jahre 22 Tage, , , , Rom, , , , , , , , , , , im Friedhof von Ursum Pileatum auf der Via Portuense begraben, heute befinden sich seine sterblichen Überreste in der Kirche S. Martino ai Monti in Rom, , , , , , der Auferstandene (griech.), , , , , ,
Innozenz I. (Hl.)
40, Innozenz I. (Hl.), , , 401-417, 14 Jahre 2 Monate 20 Tage, ER war wahrscheinlich der Sohn von Papst Anastasius I. und folgte ihm im Papstamt. Er setzte den Dekretalenstil fort und versuchte, durch die Gründung des Vikariats von Thessalonich mehr Einfluss in Illyricum und im Osten überhaupt zu erreichen. Dieser Vikar sei "nostra vice", an seiner Statt, für die Verwaltung dieser Provinz zuständig. Er fällt als erster oberste Lehrentscheidungen im Streit um die Donatisten und verlangt, dass alle wichtigen Streitfälle vor den apostolischen Stuhl gebracht werden. Er entwickelt die Theorie der drei Petrusstühle dahingehend weiter, dass Rom deshalb den Vorrang vor den anderen Petrusstühlen habe, weil Petrus hier dauernd und nicht wie dort nur vorübergehend verweilte (vgl. Peter Meinhold, Kirchengeschichte in Schwerpunkten: ein ökumenischer Versuch, Graz/Wien/Köln 1982,60)., , , Albano in der Nähe Roms, , , , , , , , , , , neben seinem Vater Anastasius I. (Papst Nr. 39), , , , , , der Unschuldige (latein.)., , , , , , , , , ,
Zosimus (Hl.)
41, Zosimus (Hl.), , , 417-418, 1 Jahre 9 Monate 8 Tage, Durch viele Fehler aufgrund seines jähzornigen Wesens stellt sein Pontifikat noch eine schwere Hypothek auch für seine Nachfolger dar., , , griechischer Abstammung, , , , , , , , , , , Rom Kirche S. Lorenzo fuori le mura, , , , , , der Lebendigste (griech./latein.), 26.12., , , , , , , , ,
Bonifatius I. (Hl.)
42, Bonifatius I. (Hl.), , , 418-422, 3 Jahre 8 Monate 7 Tage, Bonifatius kann die offizielle Unterstellung Illyricums unter Konstantinopel durch Kaiser Theodosius II. verhindern, so dass diese Provinz vorläufig seinem römischen Einflussbereich unterstellt bleibt. Er äußert die Zuversicht, "daß der hl. Petrus, dem der Herr alles übertragen habe und der das Haupt aller Kirchen des Erdkreises sei, keine Verletzung der Rechte seines Sitzes dulden werde." (Franz Xaver Seppelt/ Georg Schwaiger, Geschichte der Päpste, von den Anfängen bis zur Gegenwart, München 1964, 36), , , Rom, , , , , , , , , , , , , , , , , der Wohltäter (latein.), 25.10., , , , , , , , ,
Coelestin I. (Hl.)
43, Coelestin I. (Hl.), , , 422–432, 9 Jahre 10 Monate 17 Tage, Konzil von Ephesos, 431, , , Kampanien, , , , , , , , , , , Friedhof der Priscilla, , , , , , der Himmlische (latein.), , , , , ,
Sixtus III. (Hl.)
44, Sixtus III. (Hl.), , , 432-440, 8 Jahre 1 Monat 19 Tage, "Xystus III. (432-440), hat es geradeherausgesagt: die Synode, die er in Rom gehalten hat, stand unter dem Vorsitz des geistig und leiblich anwesenden Petrus, der seinen Nachfolgern vermacht hat, was er selber empfing, von dem also niemand sich lossagen darf." (Johannes Haller, Das Papsttum, Idee und Wirklichkeit, Urach/Stuttgart 1950, Bd. 1, 111) , , , Rom, römischer Presbyter,, , , , , , , , , , Rom Kirche S. Lorenzo fuori le mura, , "Kaiser Theodosius, Kaiser Valentinian III, ", "S. Mari Maggiore anstelle der Liberan.Basilika, Baptisterium im Lateran, Basilika S. Laurentii maior neben der konstantin. Laurentiusbasilika", , , Sixtus = der Sechste (latein.) bzw. Xystus = der Geglättete (griech.), 28.3., , , , ., , , , ,
Leo I. (Hl.)
45, Leo I. (Hl.), , , 440-461, 21 Jahre 1 Monat 12 Tage, Leo I. der Große stellt den abschließenden Höhepunkt in der Entwicklung des Papsttums innerhalb des Imperium Romanum dar, dem er noch ganz verhaftet ist. Er stammt aus einer altchristlichen Senatorenfamilie und bringt eine altrömische Tüchtigkeit mit - und auch deren Herrenbewusstsein. Er verbietet, dass ein Sklave Bischof werden kann, "als ob die elende Knechtskreatur solcher Würde fähig wäre." (Johannes Haller, Das Papsttum, Idee und Wirklichkeit, Urach/Stuttgart, 1950, Bd. 1, 155). Er sieht die Kirche als erhabenere Fortsetzerin und Erbin des römischen Weltreiches. Und er übernimmt im beginnenden Zerfall oft weltliche Verantwortung. Leo lebt im Bewusstsein, ihm sein nach göttlicher Anordnung die Sorge um die Gesamtkirche aufgetragen. Oft hört man von ihm, "Christus der Herr habe dem Apostelfürsten Petrus den Vorrang vor den anderen Aposteln gegeben, Petrus sei der Ahnherr des römischen Stuhles und der Primas unter allen Bischöfen und deshalb komme auch dessen Nachfolger allein Leitung und Fürsorge der gesamten Kirche zu." (Franz Xaver Seppelt/ Georg Schwaiger, Geschichte der Päpste, von den Anfängen bis zur Gegenwart, München 1964, 39) Er versteht sich so als oberster Lehrer der Kirche: Im Jahr 449 tagte in Ephesus eine von Kaiser Theodosius II. einberufene Synode, die den zuvor wegen seiner Irrlehre verurteilten Mönch Eutyches rehabiliterte. Eutyches behauptete, dass die menschliche Natur in Jesus keine Rolle spiele und in der göttlichen aufgehe wie ein Honigtropfen im Meer. Die von Papst Leo I. als "Räubersynode" bezeichnete Versammlung erzwang die Zustimmung der versammelten Kirchenvertreter mit Waffengewalt. Dagegen verfasste Leo I. ein Schreiben, in dem er die Lehre von zwei Naturen in Jesus formulierte. Seine Formulierung wurde dann vom Konzil in Chalzedon 451 als amtliche Lehre der Kirche übernommen. Can. 28 dieses Konzils über die Stellung des Patriarchen von Konstantinopel lehnte er ab. Er brachte den Primat des römischen Bischofs als Petrusnachfolger zur Geltung. Leo I. war auch der erste Bischof von Rom, der den Titel des Pontifex Maximus (oberster (Brückenbauer = Priester) verwendete, eine Bezeichnung, die zuvor zu den Ämtern der römischen Kaiser gehörte. "Der weström. Kaiser Valentinian III hatte schon 445 durch ein v. L. erbetenes Reskript den Jurisdiktionsprimat des röm. Bisch. ohne Einschränkung staatlicherseits anerkannt" (G. Schweiger, LTHK² 6,945-947:46) Auf dem Konzil von Chalcedon wird unter lautem Beifall das Lehrschreiben Leos an Flavian verlesen und die Bischöfe bekunden: "Dies ist der Glaube der Väter, das ist der Glaube der Apostel. So glauben wir alle. Durch Leo hat Petrus gesprochen!" (Seppelt/Schwaiger, 41). Der Monophysitismus wurde abgelehnt und seine Anhänger aus der Gemeinschaft der Kirche ausgeschlossen. Leo erreicht ausserdem bereits im Jahr 445 bei Kaiser Valentinian III. ein Reskript, das bestimmt, dass die päpstlichen Primatialrechte ohne jede Einschränkung im Weströmischen Reich staatlicherseits anerkannt werden, dass also jede Anordnung des Papstes ein Gesetz ist. (Seppelt/Schwaiger, 43). , , um 400, Volterra in Etrurien oder Rom als Sohn einer toskanischen Familie, , , , , , , , 10.11.461, , , im Atrium des Petersdomes, 688 Gebeine ins Innere der Basilika überführt, , Kaiser Theodosius, Attila der Hunnenkönig, , 96 wichtige Predigten und 143 Briefe sind erhalten. Er war vorher Archidiakon unter Papst Coelestin I. in Rom., , der Löwe (latein.), 10.11., , Drachen, Sänger, Musiker und Organisten, , , , , ,
Hilarius (Hl.)
46, Hilarius (Hl.), , , 461-468, 6 Jahre 3 Monate 10 Tage, Die Nachfolger von Papst Leo I. dem Großen übernahmen seine Papstidee, haben aber unter der bestehenden politischen Situation des Niedergangs größte Mühe, diesen Anspruch in die Realität umzusetzen. Papst Hilarius praktiziert eine kluge Betonung doch stets maßvolle Anwendung des römischen Vorrangs., , , Cagliari in Sardinien, , , , , , , , 28.Februar?468, , , Rom Kirche S. Lorenzo fuori le mura, , , , , , der Heitere (latein.), 29. Februar, , , , , , , , ,
Simplicius (Hl.)
47, Simplicius (Hl.), , , 468-483, 15 Jahre 7 Tage, Papst Simplicius machen die monophysitischen Wirren sehr zu schaffen: Die Frage, ob man Gottheit und Menschheit Jesu Christi in einer Ein-Naturen-Lehre oder einer Zwei-Naturen-Lehre beschreiben kann entzweite die Christenheit. Die Kirche konnte nach langem Ringen feststellen, dass in Jesus Christus die beiden Naturen der Gottheit und Menschheit unterscheidbar aber untrennbar verbunden sind. Simplicius erlebte das Ende des Weströmischen Reiches., , , Tivoli, , , , , , , , , , , , , , , , , der Einfache (latein.), , , , , , , , , ,
Felix II. (III.) (Hl.)
48, Felix II. (III.) (Hl.), , , 483-492, 8 Jahre 11 Monate 17 Tage, Papst Felix erlebt die erste Spaltung zwischen Ost- und Westkirche im sog. "Akakianischen Schisma"., , , Rom, , , , , , , , , , , Basilika St. Paul außerhalb der Stadtmauern, , , , , , der Glückliche (latein.), 01. Mrz, , , , , , , , ,
Gelasius I. (Hl.)
49, Gelasius I. (Hl.), , , 492-496, 4 Jahre 8 Monate 20 Tage, Papst Gelasius I. entwickelte die sog. Zweigewaltenlehre. Er beanspruchte den Vorrang der geistlichen Gewalt vor der weltlichen, was auf Lk 22,35-38 begründet wird. 494 schrieb er an Kaiser Anastasius I. "Zwei sind es, erhabener Kaiser, von denen vornehmlich diese Welt regiert wird: die geheiligte Autorität (auctoritas) der Bischöfe und die königliche Gewalt (potestas). Von diesen Ämtern ist das der Priester von um so größerem Gewicht, weil sie auch für die Könige der Menschen im göttlichen Gericht werden Rechenschaft ablegen müssen ..." (zitiert nach G. Schwaiger, Papsttum I, in: TRE 25 (1995) 647-676:651.) Diese Zweigewaltentheorie konnte dann im Mittelalter ihre Wirkung voll entfalten., , , Afrika, , , , , , , , , , , , , , , , , „der Heitere“ (griech.)., 21.11., , , , , , , , ,
Anastasius II.
50, Anastasius II., , , 496–498, 1 Jahre 11 Monate 26 Tage, , , , Rom, , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,
Symmachus (Hl.)
51, Symmachus (Hl.), , , 498-514, 15 Jahre 7 Monate 27 Tage, Papst Symmachus hat mit dem Laurenzianischen Schisma zu kämpfen. Zu seiner Zeit fallen die wichtigsten auch die Kirche betreffenden Entscheidungen weniger in Rom als in Konstantinopel am Kaiserhof., , , Sardinien, , , , , , , , 19.07.514, , Rom, , , Ostgotenkönigs Theoderich, Vergrößerung der Petersbasilika, , , gr. für Bundesgenosse, 19.07., Heiligsprechung, , , , , , , ,
Hormisdas (Hl.)
52, Hormisdas (Hl.), , , 514-523, 9 Jahre 17 Tage, Er war unter Papst Symmachus Diakon. Papst Hormisdas erreicht in Konstantinopel die Annahme einer Wiedervereinigungsformel und des Lehrschreibens Leos sowie eine klare Anerkennung des päpstlichen Primats. So kann von ihm das Akakianische Schisma, das mit Bischof Akakios von Konstantinopel entstanden war, beendet und wieder die Kircheneinheit von Ost- und Westkirche erreicht werden. Die byzantinische Kirche stand ihr Schwanken gegenüber dem Konzil v. Chalkedon offen ein und erfüllte die harten Friedensbedingungen, die Hormisdas durchgesetzt hatte: Die Namen der letzten 5 Patriarchen wurden aus den Listen getilgt, ebenso die Namen der Kaiser Zenon und Anastasios. Die sog. "Hormisdas-Formel" wurde die Grundlage für alle, die mit dem Papsttum in Einheit stehen wollten. Hormisdas konnte die Rechte des römischen Papsttums auch gegenüber den Kaisern in Konstantinopel zur Geltung bringen, die Hoffnungen aller, dass die religiöse Einheit des Reiches in Ost und West nun wiederhergestellt sei, erfüllte sich jedoch nicht (vgl. Rh. Haake, LThK² 5,483-484). , , , Frosinone, , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,
Johannes I. (Hl.)
53, Johannes I. (Hl.), , , 523-526, 2 Jahre 9 Monate 5 Tage, Papst Johannes I wird vom Ostgotenkönig Theoderich an seine Residenz in Konstantinopel kommandiert wegen der dort entwickelten Ketzergesetze. Obwohl er dort mit größten Ehren aufgenommen wird, ist dies für das Papsttum ein demütigender Vorfall., , , Toskana, , , , , , , , , , Ravenna, Rom später in den vatikanischen Grotten, , Theoderich der Große, Justinos I., , , , , Gott ist gnädig (hebr.), 27.05., , Er wird durch die Gitterstäbe eines Gefängnisses blickend dargestellt, mit einem Diakon und Unterdiakon., Johannes I. wird in Ravenna und in der Toscana verehrt., , , , , ,
Felix III. (IV.) (Hl.)
54, Felix III. (IV.) (Hl.), , , 526–530, 4 Jahre 2 Monate 10 Tage, , , , Benevent, , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,
Bonifatius II.
55, Bonifatius II., , , 530–532, 2 Jahre 24 Tage, , , , Rom, , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,
Johannes II.
56, Johannes II., Mercurius, , 533–535, 2 Jahre 4 Monate 5 Tage, erster Papst, der nach seiner Wahl einen neuen Namen annahm, , , Rom, röm. Presbyter v. S. Clemente, , , , , , , , , , , , Kaiser Justinianos I.,, , , , Gott ist gnädig (hebr.), , , , , , Erster Papst der seinen Namen änderte.
Agapitus I. (Hl.)
57, Agapitus I. (Hl.), , Sohn eines Presbyters, der von den Verfechtern des Gegenpapstes Lorenz umgebracht wurde., 535–536, 11 Monate 9 Tage, , , , Rom, , , streng, energisch,, , , , , , , Konstantinopel, Rom Sein Leichnam wurde in einem verblombten Bleisarg nach Rom überführt, , , , , , , , , , , ,
Silverius (Hl.)
58, Silverius (Hl.), Sohn des Hl. Hormisda, , 536-537, 1 Jahr 5 Monate 3 Tage, Papst Silverius ist ein Sohn von Papst Hormisdas (damals gab es den Zölibat für den kirchlichen Klerus noch nicht in der Form, in der wir ihn heute kennen). Er wurde durch König Theodat nach dem Untergang des Ostgotenreiches 536 eingesetzt und nach der Eroberung Roms durch das Ostreich wieder abgesetzt., , , Kampanien, , , , , , , , , , , auf der Insel Ponza (Sein Grab wurde zur Kultstätte), Er wurde ab dem XI. Jh. als Märtyrer verehrt., , , , , , 20.06., , , , , , , , ,
Vigilius
59, Vigilius, , , 537–555, 18 Jahre 2 Monate 9 Tage, Zweites Konzil von Konstantinopel, 553, , , Rom, , , , , , , , , Auf Grund seines schlechten Rufes, wurde er nicht im St. Peter, sondern in der Nähe des Priscilla-Friedhofs auf der Via Salaria beigesetzt., , , , , , , , , , , , , , Sein Pontifikat war von einem scharfen Konflikt mit dem Kaiser bestimmt.
Pelagius I.
60, Pelagius I., , , 556–561, 4 Jahre 10 Monate 15 Tage, , , , Rom, , , , , , , , , , , Rom St. Peter, , , , , , , , , , , ,
Johannes III.
61, Johannes III., , , 561-574, 12 Jahre 11 Monate 26 Tage, Nach dem Liber Pontificalis war er ein Verehrer und Erneuerer der Katakomben., , , Rom, , , , , , , , , , , , , , , , , Gott ist gnädig (hebr.), , , , , , , , , ,
Benedikt I.
62, Benedikt I., , , 575–579, 4 Jahre 1 Monat 28 Tage, , , , war Römer, , , , , , , , , , , , , , , , , der Gesegnete (latein.)., , , , , ,
Pelagius II.
63, Pelagius II., , , 579–590, 10 Jahre 2 Monate 12 Tage, , , , Rom evtl. gotischer Herkunft, , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,
Gregor I. (Hl.)
64, Gregor I. (Hl.), Gregor entstammte einer römischen Patrizier-Familie, den Anicia, die im 5. Jahrhundert zwei der letzten weströmischen Kaiser gestellt hatten und auch in Ostrom zur Oberschicht zählten., , 590-604, 13 Jahre 6 Monate 9 Tage, Gregor, der vorher bereits als Gesandter in Konstantinopel Erfahrungen gemacht hat, nimmt die einmütige Berufung von Klerus und Volk nur widerwillig an. Er war der erste Mönch als Papst, ein Mann der contemplatio und des großen caritativen Engagements. Über die Situation seines Pontifikats sagt er selbst: "Ich Unwürdiger und Schwacher habe ein altes und von Wellen arg mitgenommenes Schiff übernommen, in das von allen Seiten die Wogen eingedrungen sind und dessen morsche Planken, unablässig von Stürmen gepeitscht, den nahen Schiffbruch ankündigen." (Seppelt/Schweiger 59) Er hat die Missionsarbeit als erstrangige Pflicht des Kirchenoberhauptes verstanden und als erster Papst seinen Blick über die Grenzen des Imperiums hinausgerichtet. Er initiiert die Missionierung der Angelsachsen unter Anpassung an die lokalen Gewohnheiten (Akkomodation). Durch das Fehlen weltlicher Autoritäten in Rom wird er auch wie Leo zum politischen und wirtschaftlichen Führer der röm. Bevölkerung. Gregor ist sich von Anfang an der allgemeinen Anerkennung des päpstlichen Jurisdiktionspromats bewusst. Er lehnt jedoch den Titel "universalis papa" ab und nennt sich selbst stattdessen "servus servorum Dei". Er schreibt diesbezüglich, Christus habe den hl. Petrus und seinen Nachfolgern den Primat und die Sorge für die Gesamtkirche übertragen und doch habe sich Petrus nicht "universalis apostolus" nennen lassen (vgl. Franz Xaver Seppelt, Der Aufstieg des Papsttums von den Anfängen bis zur Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts, München 1954, Bd. 2, 25). Er lehnt auch in einem Brief den Hinweis "wie ihr befohlen habt" ab: er habe nur "Sorge getragen, dem Patriarchen das anzuzeigen, was ihm wichtig erscheint" (Joseph Lortz, Geschichte der Kirche in ideengeschichtlicher Betrachtung, Münster 1962, 196). Er gibt an seinen Klerus die Losung aus: "Mehr dienen als herrschen" und fordert, die Untergebenen als Mündige zu behandeln: "Wir Menschen sind von Natur alle gleich" (Lortz, Geschichte, 192.196) Zugleich praktiziert er jedoch eine straffere Leitung der gesamten Hierarchie. Diese Führung verstand er als Verantwortung. Gregor herrscht, indem er den Brüdern dient. Gregors caritative, demütige und zugleich führungsbewusste Persönlichkeit, sein großes Ansehen und seine Wirksamkeit als "Konsul Gottes" haben dem Papsttum eine neue Grundlage gegeben. Die Nachwelt sprach ihm daher den Beinamen "der Große" zu. Papst Gregor I. war zugleich ein wichtiger Schriftsteller der Kirche. Als Kirchenvater ist er in vielen Kirchen abgebildet - wenn man in einer Kirche neben Augustinus, Ambrosius und Hieronymus Medaillons mit einem Bischof entdeckt, der mit einer Tiara gekrönt ist, so ist das meist eine Darstellung von Papst Gregor dem Kirchenvater., "In der auf seinem Familienbesitz von ihm erbauten Kirche S. Gregorio Magno ist seine Zelle und ein Bischofsstuhl erhalten, Altar f. Gregor in der Basilika S. Giustina in Padua von Sebastiano Ricci (1659-1734), Alte Pinakothek in München v. Michael Pacher Altar der 4 lateinischen Kirchenväter (...Gregor um 1483), ", um 540 in Rom, Rom, , , , , , , , 12.März 604 , , Rom, "Rom Peterskirche klementinische Kapelle, Grabinschrift definiert ihn als 'Konsul Gottes'", , Langobardenkönig Agilulf, Kaiser Mauritius, , , , der Wachsame (griech. / latein.), "kath.Gedenktag: 3. September (der Tag seiner Wahl zum Papst 590) , , , , , , , , ,
Sabinianus
65, Sabinianus, , , 604-606, 1 Jahr 2 Monate 9 Tage, Papst Sabinianus war unter Gregor I. Diakon in Konstantinopel. Er konnte mit den Langobarden in Frieden leben. Während einer Hungersnot soll er Getreide aus den Kirchenspeichern nur gegen Geld abgegeben haben (vgl. G. Schwaiger, LThK² 9,195). , , , Volterra/Toskana, Diakon u. Apokrisiar in Konstantinopel, , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,
Bonifatius III.
66, Bonifatius III., , , 607, 8 Monate 24 Tage, Er war vorher Apokrisiar in Konstantinopel. Zur Papstwahl gab er auf einer Synode in St. Peter die Anweisung, dass zu Lebzeiten eines Papstes keine Wahlvorbereitungen für einen Nachfolger getätigt werden dürfen und erst drei Tage nach dem Tod die Wahl stattfinden soll. (vgl. G. Schwaiger, LThK² 2,588)., , , Rom, , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,
Bonifatius IV. (Hl.)
67, Bonifatius IV. (Hl.), , , 608-615, 6 Jahre 8 Monate 13 Tage, Kaiser Phokas überlies Papst Bonifatius IV. das Pantheon in Rom, das dieser mit vielen Reliquien ausstatten und umgestalten lies und zu einer Kirche weihte: S. Maria ad martyres. Auf einer Synode 610 in Rom in Anwesenheit von Bischof Mellitus von London thematisierte er das Mönchtum in Britannien und die englische Kirche, für die sich das Papsttum seit Papst Gregor in besonderer Weise verantwortlich wusste, Er ist heilig gesprochen und sein Fest wird am 25. Mai gefeiert. (vgl. G. Schwaiger, LThK² 2,588). , , , Màrsica am Lago Fucio in Italien, , , , , , , , 8. Mai 615, , Rom, , , , , , , der Wohltäter (latein.), 25.05., , , , , , , , ,
Adeodatus I. (Hl.)
68, Adeodatus I. (Hl.), , , 615-618, 3 Jahre 20 Tage, Papst Adeodatus ("von Gott gegeben) hieß ursprünglich "Deusdedit" ("Gott hat gegeben"). Er war Römer. Nach der Bevorzugung der Mönche durch Papst Gregor I. (dem ersten Mönch als Papst) zog er nun den Weltklerus vor, um einer Monastisierung der Kirche vorzubeugen. Er ist heiliggesprochen. Sein Fest wird am 8.11. begangen (vgl. G. Schwaiger, LThK² 3,266). , , , Rom, , , , , 19.10.615, , , 08.11.618, , , Petersdom, , , , , , Von Gott gegeben., 08.11., , , , , , , , ,
Bonifatius V.
69, Bonifatius V., , , 619-625, 5 Jahre 10 Monate 2 Tage, Seine Lebensdaten sind umstritten. Er wandte wie Gregor und Bonifatius IV. wandte er der jungen englischen Missionskirche seine besondere Fürsorge zu und erhob den Bischof von Canterbury zum Erzbischof (vgl. G. Schwaiger, LThK² 2,589). , , , Neapel, , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,
Honorius I.
70, Honorius I., , , 625-638, 12 Jahre 11 Monate 15 Tage, Papst Honorius war in Rom Schüler von Papst Gregor. In den Streitigkeiten um Abspaltungen von Bischöfen in Italien und Istrien brachte er seine primatialen Vorrechte in Anschlag. In seiner Amtszeit erlangte 638 Kalif Omar die islamische Herrschaft über Jerusalem. In Rom war er ein großer Förderer der Kirchenbauten (z.B. St. Peter, Konstantinsbasilika). Als sog. "Honoriusfrage" ging in die Kirchengeschichte die Auseinandersetzung ein, ob Papst Honorius im sog. Monotheletismusstreit rechtgläubig geblieben war. In einem Antwortschreiben an Patriarch Sergios von Konstantinopel schrieb er: "Wir bekennen e i n e n Willen unseres Herrn Jesus Christus, da offenbar die Gottheit unsere Natur, nicht aber die Schuld in ihr angenommen hat, u. zwar unsere Ntur, wie sie vor der Sünde war". Er wollte kein Gezänk über die Frage, ob es sich um eine oder zwei Energien in Jesus gehandelt habe, und titulierte diese als "Ärgernis der neuen Erfindung". Dies führte dazu, dass das 6. allgemeine Konzil von Konstantinopel 681 über Papst Hormisdas und alle, die in der Monoteletismus-Frage Irrglauben verbreiten, das Anathema aus, das auch von den folgenden Päpsten akzeptiert wurde. Diese Verurteilung von Papst Honorius als nicht rechtgläubig in dieser Frage geriet schließlich in der Westkirche in Vergessenheit und wurde erst im Spätmittelalter durch neue Übersetzungen wiederentdeckt. "Die Frage, ob die beiden H.briefe sog. Ex-cathedra-Entscheidungen sind, die Hefele noch 1877 bejahte ... wird heute verneint." (R. Bäumer, LThK² 5, 474-475:475). Deshalb spielte die Auseinandersetzung um die Honoriusfrage auf dem Ersten Vatikanischen Konzil, auf dem die Unfehlbarkeit des Papstes in ex-cathedra-Entscheidungen definiert wurde, eine große Rolle. , , , Kampanien, , , , , , , , , , , "St. Peter, Grabinschrift definiert ihn als 'Führer des Volkes'", , Patriarch Sergius v. Konstantinopel, Kaiser Heraclius, "Restaurierung vieler römischer Kirchen u.a.das Dach von St. Peter und Santa Agnese fuori le Mura, Wiederaufbau des Aquäduktes Trajans', das das Wasser vom Braccianosee bis zum Janikulus brachte, ", , , """der Ehrenhafte"".", , , , , , , , , ,
Severinus
71, Severinus, , , 640, 2 Monate 5 Tage, Nach seiner Wahl am 12.10.638 kam es zu Unruhen der Truppen in der Stadt Rom, in deren Verlauf der Lateran gestürmt und der Kirchenschatz geplündert wurde. Die Bestätigung der Wahl kam erst 640 ein, so dass er erst am 28.05.640 zum Papst geweiht werden konnte. Die Ungenauigkeiten des Vorgängers Honorius in der Monotheletismus-Frage führte dazu, dass man jetzt in Rom den Honorius-Briefen eine rechtgläubige Auslegung zu geben versuchte und sich klar zu der Lehre von den zwei Energien bekannte., , , römischer Presbyter, , , , , 12.10.638, , , 02.08.640, , , , , , , , , , , , , , , , , , ,
Johannes IV.
72, Johannes IV., , , 640-642, 1 Jahre 3 Monate 18 Tage, Papst Johannes IV. verteidigte die Rechtgläubigkeit von Papst Honorius und hielt eine römische Synode gegen den Monotheletismus (vgl. G.Schwaiger, LThK² 5,987)., , , Dalmatien, , , , , , , , , , , , , Kaiser Konstantin II.,, , , , Gott ist gnädig (hebr.), , , , , , , , , ,
Theodor I.
73, Theodor I., , , 642-649, 6 Jahre 5 Monate 20 Tage, Papst Theodor stammte aus dem griechischsprachigen Christentum in Jerusalem und war Sohn eines Bischofs. Da er als Grieche mit den dogmatischen Auseinandersetzungen in der Frage des Monotheletimus besser vertraut war als seine Vorgänger aus der Westkirche, nahm er klar Stellung gegen den Monotheletismus und ergriff auch kirchenpolitische Maßnahmen gegenüber den Patriarchen von Konstantinopel in dieser Frage. Der desolaten Situation seiner Heimatkirche in Palästina nach den islamischen Eroberungen versuchte er mit der Entsendung von Bischof Stephan von Dor entgegenzuwirken (vgl. G. Schwaiger, LThK² 10,27-28)., , , Jerusalem , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,
Martin I. (Hl.)
74, Martin I. (Hl.), , , 649-653, , Papst Martin war vorher Apokrisiar in Konstantinopel. Auf der Lateransynode im Oktober 649 wurde unter seiner Leitung der Monotheletismus verurteilt. Der Monotheletismusstreit kam mit Papst Martin zu einem negativen Höhepunkt: Kaiser Konstans II. als Anhänger des Monotheletismus wollte den Papst durch den Exarchen Olympus verhaften lassen. Dieser jedoch löste sich vom Kaiser und hielt die Macht in Italien drei Jahre lang, in denen Martin sein Amt frei ausüben konnte. Der neue Exarch Theodoros Kalliopas aber verschleppte den kranken Papst am 17.06.653 nach Konstantinopel, wo er zum Tode verurteilt wurde und nur auf Fürsprache des Patriarchen Paulos II. zu Verbannung begnadigt wurde. In Rom wurde durch den Klerus noch zu seinen Lebzeiten Eugen I zum Papst erhoben (vgl. G. Schwaiger, LThK² 7,113). , , um 600, Todi in Umbrien, , , , , 07.649, , 17.6.653, 16.09.655, , Cherson/Ukraine, zuerst in Konstantinopel später in Rom Kirche S. Martino ai Monti, "letzter Papst der in der Kirchengeschichte als Märtyrer betrachtet wurde, wird als Märtyrer der Ost- und Westkirche angesehen", Kaiser Konstans, Patriarch Petros v. Konstantinopel,, , In seinen Exilsbriefen bezeugt er seine Enttäuschung über mangelnde Unterstützung durch den römischen Klerus und seine früheren Freunde., , dem (römischen) Kriegsgott Mars geweiht (latein.), 12. November, 13. April griech. Kirche, , , , , , , , ,
Eugen I. (Hl.)
75, Eugen I. (Hl.), , , 654-657, 2 Jahre 3 Monate 23 Tage, Nach der Deportation seines Vorgängers Martin wurde er unter kaiserlichem Druck vom römischen Klerus zum Papst gewählt. Er war sehr auf Ausgleich mit dem Kaiser und dem Patriarchen Petros in Konstantinopel bedacht, wurde aber von Klerus und Volk in Rom gezwungen, theologisch zweifelhafte Beschlüsse aus Konstantinopel abzulehnen. "Vor dem Schicksal Martins I bewahrten E. wohl nur die Arabergefahr u. ein früher Tod." (G.Schwaiger, LThK² 3,1171), , , Rom, , , , , 10.08.654, , , 2.6.657, , , , , Kaiser Konstans I., , , , , , 02.06., , , , , , , , ,
Vitalian (Hl.)
76, Vitalian (Hl.), , , 657–672, 14 Jahre 5 Monate 28 Tage, , , , Segni in der Region Latium, , , , , , , , , , , , , , , , , ,
Adeodatus II.
77, Adeodatus II., , , 672-676, 4 Jahre 2 Monate 6 Tage, Er war Benediktinermönch des römischen Erasmusklosters. Er führte den Kampf gegen den Monotheletismus fort. (vgl. G. Schwaiger, LThK² 1, 144)., , , Rom, OSB, , , , 11.04.672, , , 17.06.676, , , , , , , , , , , , , , , , , , ,
Donus
78, Donus, , , 676-678, 1 Jahr 5 Monate 9 Tage, Unter Papst Donus kam Ravenna wohl wieder in das römische Patriarchat zurück. Kaiser Konstantinos IV versuchte zwischen den verfeindeten Parteien in Rom und Konstantinopel wegen des Monotheletismus-Streits zu vermitteln. Er forderte in einem Schreiben eine Gesandtschft des Papstes nach Konstantinopel, doch traf dieses Schreiben den Papst nicht mehr lebend an (vgl. G. Schwaiger, LThK² 3, 510)., , , Rom, , , , , 02.11.676, , , 11.04.678, , , , , , , , , , , , , , , , , , ,
Agatho (Hl.)
79, Agatho (Hl.), , , 678-681, 2 Jahre 6 Monate 14 Tage, Ostern 680 leitete Papst Agatho eine Synode im Lateran gegen den Monotheletismus. Auf dem Dritten Konzil von Konstantinopel (680–681), dem sechsten ökumenischen Konzil, wurde sein Lehrschreiben gegen den Monotheletismus mit großer Zustimmung aufgenommen (vgl. G. Schwaiger, LThK² 1, 185). , , , Palermo oder Reggio Calabria??, , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,
Leo II. (Hl.)
80, Leo II. (Hl.), , , 682-683, 10 Monate 16 Tage, Leo übersandte meldete seine Wahl, die noch am Todestag seines Vorgängers stattfand, sofort an den Frankenkönig Karl den Großen und übersandte ihm die Schlüssel zum Grab des Hl. Petrus und ein Banner der Stadt Rom. Damit brachte er ihm seine Wertschätzung zum Ausdruck und wollte sich zugleich angesichts seiner prekären Lage - angefeindet vom Anhang seines Vorgängers - dieses mächtigen Verbündeten versichern. 799 wurde er während einer öffentlichen Prozession überfallen. Diese Schandtat veranlasste ihn nicht zuletzt, 799 Karl in Paderborn aufzusuchen und um Unterstützung zu bitten. Karl, der sich als "rex et sacerdos" für die Kirche verantwortlich fühlte, versprach seine Hilfe, schickte den Papst unter Geleitschutz nach Rom zurück und kam im Herbst des Jahres 800 nach Rom. Dort hielt er Gericht über die Verschwörer. Am Weihnachtstag 800 krönte Papst Leo den Frankenkönig Karl zum Kaiser des römischen Reiches im Westen. Die Bipolarität von Papst und Kaiser wird nun für viele Jahrhunderte die Kirchengeschichte prägen., , , Cantania, , , , , 26.12.795, , , 12.06.816, , , , , , , , , der Löwe (latein.), , , , , , , , , ,
Benedikt II. (Hl.)
81, Benedikt II. (Hl.), , , 684–685, 1 Jahr 9 Monate 16 Tage, , , , Rom, , , , , 683, Die Weihe verzögerte sich um ein Jahr, da die Bestätigung in Konstantinopel einzuholen war., , , , , , , , , , , der Gesegnete (latein.).,
Johannes V.
82, Johannes V., , , 685–686, 1 Jahr 10 Tage, , , , Antiochien/Syrien, als Diakon Mitglied der Legation Papst Agathos auf dem 6. allg. Konzil., , , , , , , als Diakon Mitglied der Legation Papst , , , , , Kaiser Konstantinos IV., Kaiser Justinianos II., , , , , ,
Konon
83, Konon, , , 686–687, 11 Monate, , , , Herkunft unbekannt, , , , , , , , , , , , , , , , , ,
Sergius I. (Hl.)
84, Sergius I. (Hl.), , , 687–701, 13 Jahre 8 Monate 24 Tage, , , , syrischer Abstammung, , , , , , , , , , , , , , , , , ,
Johannes VI.
85, Johannes VI., , , 701–705, 3 Jahre 2 Monate 12 Tage, Grieche, , , vermutlich Ephesus, , , , , , , , , , , , , , , , , Gott ist gnädig (hebr.), , , , , , ,
Johannes VII.
86, Johannes VII., , , 705–707, 2 Jahre 7 Monate 17 Tage, Grieche, gutes zeitgenössisches Portraitmosaik befindet sich in den Vatikan. Grotten, , griechischer Herkunft, , , gebildet, kunst- und prachtliebend, , , , , , , , , , , , , , , Gott ist gnädig (hebr.), , , , , , ,
Sisinnius
87, Sisinnius, , , 708, 20 Tage, , , , syrischer Abstammung, , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,
Constantinus I.
88, Constantinus I., , , 708–715, 7 Jahre 14 Tage, , , , Syrien, , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , Papst Konstantin I. (708-715) trug eine zwar hohe, aber einfache, aus weißem Stoff hergestellte Spitzenmütze ohne Zierrat.
Gregor II. (Hl.)
89, Gregor II. (Hl.), , , 715–731, 15 Jahre 8 Monate 23 Tage, , , , Rom, , , , , , , , , , , , , , , , , der Wachsame (griech. / latein.), , , , , , ,
Gregor III. (Hl.)
90, Gregor III. (Hl.), , , 731–741, 10 Jahre 8 Monate 10 Tage, , , , Syrien, , , , , , , , , , , , , , , , , der Wachsame (griech. / latein.), , , , , , ,
Zacharias (Hl.)
91, Zacharias (Hl.), , , 741–752, 10 Jahre 3 Monate 12 Tage, Krönung des Karolingers Pippin zum Frankenkönig (751), , , griechischer Herkunft, , , , , , , , 15. März 752, , , Rom vatikanische Grotten, , , , , , Gott gedenkt (hebr.), 15. Mrz, , , , , "Bedeutend war sein Pontifikat in theologischer Hinsicht durch das im Jahre 745 abgehaltene Konzil, das unter anderem festlegte, dass lediglich die biblisch bezeugten Erzengel Raphael, Michael und Gabriel als Engel verehrt werden dürfen, nicht aber der apokryphe Uriel.,
Stephan II. (III.)
92, Stephan II. (III.), aus der Familie der Orsini, , 752–757, 5 Jahre 1 Monat, , , , Rom, römischer Diakon, , , , , , , 26.04.757, , , , , Kaiser Konstantinos V., , , , die Krone (griech.), , , , , , 1. Papst der über die Alpen reiste, um für Rom und Italien Hilfe zu erbitten.,
Paul I. (Hl.)
93, Paul I. (Hl.), , , 757–767, 10 Jahre 30 Tage, , , , Rom, , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,
Stephan III. (IV.)
94, Stephan III. (IV.), , , 768-772, 3 Jahre 5 Monate 17 Tage, Papst Stephan wurde durch die frankenfreundliche Partei unter Führung des Christophorus gewählt, nachdem die gewaltsame Erhebung von Constantinus II. und die Erhebung des Philippus als Gegenkandidat der Langobardenpartei mit dem Sturz beider geendet hatte. Christophorus nahm nun mit seinen Anhängern grausame Rache an der Gegenpartei. Auf einer Synode im Lateran wurde eine Änderung des Papstwahlrechts beschlossen mit Ausschluss der Laien von der Wahl und Einschränkung des passiven Wahlrechts auf römische Kleriker. Diese Einengung des Papstwahlrechts hat jedoch nie Fuß gefasst und blieb ohne Bedeutung. Als Karl der Große durch eine politische Heirat mit der Tochter des Langobardenkönigs Desiderius ein Bündnis einging, das Stephan vergeblich zu verhindern versucht hatte, wechselte Stephan von der frankenfreundlichen Partei zu der Anhängerschaft der Langobarden und geriet in drückende Abhängigkeit von Desiderius. Zugleich ging es der frankenfreundlichen Partei an den Kragen: Christophorus und sein Sohn Sergius wurden ermordet. Als Karl der Große seine langobardische Gemahlin verstieß und sich mit Desiderius verfeindete, war die Politik Stephans endgültig gescheitert (vgl. G. Schwaiger, LTHK² 9,1039)., , , Syrakus in Sizilien, , , , , 07.08.768, , , 24.01.772, , , Vatikan, , "Frankenkönig Pippin, ", , , , die Krone (griech.), , , , , , , , , ,
Hadrian I.
95, Hadrian I., , , 772-795, 23 Jahre 10 Monate 24 Tage, Papst Hadrian I. führte das fünftlängste Pontifikat der Geschichte (8728 Tage). Hadrian erhob 795 auf die Bitte Karls des Großen das Bistum Köln zum Erzbistum. Seine erste Amtshandlung nach der Wahl war eine Amnestie für die durch die Langobardenpartei Verfolgten. Er wollte Frieden mit allen Parteien, doch wegen des Widerstandes von Desiderius musste Hadrian auf die frankenfreundliche Politik seines Vorgängers Stephan einschwenken und sich dem Frankenkönig Karl annähern. Hadrian bat Karl um Hilfe gegen Desiderius. Dieser zog in einem Feldzug 773/774 gegen Desiderius und kam Ostern 774 nach Rom. Das Schenkungsversprechen Pippins erneuerte Karl am 6.4.774 durch die feierliche Niederlegung einer Urkunde auf dem Petrusgrab. Die Pippinische Schenkung sollte den Grundstock des Kirchenstaates bilden. Für die Einlösung des Versprechens ließ Karl sich jedoch ziemlich Zeit und übergab auch später nicht alle Gebiete, die im ursprünglichen Schenkungsversprechen beinhaltet waren. In der Absetzung des bayrischen Herzogs Tassilo konnte der Frankenkönig auf die Zustimmung des Papstes bauen. Auf dem ökumenischen Konzil von Nizäa konnte Hadrian 787 eine Einigung von Ost- und Westkirche in der lange Zeit umstrittenen Frage der Bilderverehrung herbeiführen: Man unterschied Anbetung (der Gottheit allein) von Verehrung von Bildern. Karl dem Großen war diese Einigung auf dem Konzil, die nicht mit ihm abgesprochen war, ein Ärgernis und so lies er seine Hoftheologen um Alkuin auch aufgrund mißverständlicher Übersetzungen des griechischen Konzilstextes gegen diese Einigung polemisieren und auf einer Synode in Frankfurt Entscheidungen gegen die Bildertheologie der Griechen fällen. Hadrian, der Karl nicht brüskieren wollte, hielt an den Konzilsentscheidungen von Nizäa fest, vermied aber eine offizielle Stellungnahme gegen die fränkischen Synodenbeschlüsse. In Hadrian und Karl nahm die mittelalterliche Einheit und Polarität von Kaisertum und Papst im Mittelalter langsam Gestalt an. Hadrian sorgte sich um die altchristlichen Baudenkmäler in Rom (vgl. L. Spätling, LTHK² 4,1306) , Widmung von Karl d. Großen: gr. Marmorgedenktafel mit eingravierten Versen noch immer im Protikus des Petersdomes zu sehen, , Rom, , , , , , , , 25. Dezember 795, , Rom, , , Langobardenkönig Desiderius, Karl der Große, byzantinische Kaiserin Irene;, "Restaurierung unzähliger Kirchen, Erneuerung der Stadtmauern, des Tiberufers und der Aquädukte, Gründung des Krankenhauses S. Spirito", , , Bewohner von Hadria (latein.)., , , , , , , , , ,
Leo III.
96, Leo III., , , 795-816, 20 Jahre 5 Monate 17 Tage, Sofort nach seiner Papstwahl am Begräbnistag seines Vorgängers Hadrian I. schickte er ein Schreiben, die Schlüssel zum Grab des Petrus in Rom und ein Banner Roms an den Frankenkönig Karl und versicherte ihm seiner Verbundenheit. Leo III. hatte in Rom vor allem in der Anhängerschaft seines Vorgängers viele Feinde, wurde sogar 799 bei einer Prozession überfallen und misshandelt. 799 reiste er zu Karl nach Paderborn und versicherte sich dort der Unterstützung des Frankenkönigs. Im Jahr 800 kam Karl nach Rom und schaffte dort Ordnung. Am Weihnachtstag 800 krönte Leo III. Karl zum römischen Kaiser. Für Leo III. sollte Karl als der eine römische Kaiser die Ansprüche des oströmischen Konstantinopel eingrenzen (vgl. W. Ullmann, LTHK² 6,947-948). , Leo III. ist dargestellt auf einem Mosaik im Triclinium des Lateran-Palasts (ca. 799), , Rom, , , , , 26.12.795, , , 12.06.816, , , Rom Peterskirche , , Karl der Große (Kaiserkrönung durch Papst Leo III. am Weihnachtstag des Jahres 800. Kaiser Karl der Große versteht sich als weltlicher und geistlicher Herrscher., "großer Saal der an den Lateranspalast angefügt wurde u. in dem sich 2 große Mosaike (zeigen das neue Verhältnis zw. Papst und Kaiserreich) befinden, Fortsetzung der von Hadrian I.begonnenen Restaurierungsarbeiten, erbaute Stadtmauer um Alt-St. Peter.", , , der Löwe (latein.), 12. Jun, Heiligsprechung 1673 durch Papst Clemens X., , , , , , , ,
Stephan IV. (V.)
97, Stephan IV. (V.), , , 816-817, 7 Monate 2 Tage, Er wurde zwar ohne kaiserliche Bestätigung zum Papst gewählt, beeilte sich aber, mit Kaiser Ludwig I. ein gutes Einvernehmen herzustellen. Er zog zu ihm nach Reims und erneuerte dort im Oktober 816 das Bündnis, das Stephan II. 754 eingegangen war. Am 8. Oktober 816 weihte er den seit 813 amtierenden Kaiser, salbte ihn und bekrönte ihn mit der mitgebrachten "Krone Konstantins". Er erreichte beim Kaiser die Begnadigung der Kleriker, die wegen ihres Aufruhrs gegen Leo III. verbannt worden waren (Vgl. G. Schwaiger, LTHK² 9,1039-1040)., , , Rom, Im Lateran erzogen und v. Hl. Leo III. zum Subdiakon und Diakon ordiniert worden, , , , 22.06.816, , , 24.01.817, , , , , Ludwig der Fromme (Sohn Karls d. Großen) wurde von Stephan IV. in Reims (Franken) gekrönt und als erster Kaiser von einem Papst gesalbt., , , , die Krone (griech.), , , , , , , , , ,
Paschalis I. (Hl.)
98, Paschalis I. (Hl.), , Er gehörte der Familie der Massimo an., 817-824, 7 Jahre 3 Monate 20 Tage, Das unter seinem Vorgänger bei dessen Besuch in Reims eingefädelte Pactum Ludovicianum bestätigte nochmals die unter Pippin und Karl dem Großen erfolgten Schenkungen, die die Grundlage des Kirchenstaates bildeten. In diesem Vertrag wurde auch die Unabhängigkeit dieser Territorien von Italien und die Selbstregierung unter kaiserlichem Schutz bestätigt. Nach seinem Tod brachen aufgrund seiner parteiischen Regierung schwere Unruhen aus (vgl. LTHK² 8,128). Er war ein glühender Verehrer der Märtyrer, deren Überreste er zahlreich exhumieren und in viele Kirchen überführen ließ. Im besonderen entdeckte er die Überreste der Hl. Cäcilie in den Katakomben des Hl. Calixtus und ließ sie in die ihr gewidmete Kirche überführen. Sein Andenken bewahrt die Kirche St. Prassede in Rom, die er erbauen ließ, mit ihren ausgezeichneten Mosaiken. Unter der Apsis findet sich eine Weiheinschrift in goldenen Buchstaben auf dunkelblauem Grund: EMICAT AVLA PIAE VARIIS DECORATA METALLIS PRAXEDIS DNO SVPER AETHRA PLACENTIS HONORE PONTIFICIS SVMMI STVDIO PASCHALIS ALUMNI SEDIS APOSTOLICAE PASSIM QVI CORPORA CONDENS PLVRIMA SCORVM SVBTER HAEC MOENIA PONIT FRETVS VT HIS LIMEN MEREATVR ADIRE POLORVM , , , Rom, , , , , 25.01.817, , , 11.02.824, , , , , Lothar (Sohn v. Ludwig) wurde zum König von Italien gekrönt., , , , der Österliche (an Ostern Geborene) (hebr. - latein.), , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,
Eugen II.
99, Eugen II., , , 824-827, 3 Jahre 22 Tage, Nach dem Tod seines Vorgängers kam es zu mehrmonatigem Wahlkampf zwischen Volk und Adel in Rom, wobei Eugen als Kandidat der Adelspartei siegte. Er anerkannte die kaiserliche Oberhoheit im Kirchenstaat und versprach dem Kaiser die Treue. Im Herbst 824 kam Ludwigs Sohn Lothar nach Rom und schuf Ordnung im Sinne des fränkischen Königtums. Der Einfluss der Franken auf das Papsttum und die römische Kirche kam damit zum Höhepunkt, die im Pactum Ludovicianum zugestandene Unabhängigkeit des Papsttums wurde aufgehoben, der Einfluss des fränkischen Königshauses wurde soweit ausgedehnt, dass ein electus (gewählter Papst) vor der Weihe (Krönung) dem Kaiser Treue zu schwören habe (vgl. G. Schwaiger, LTHK² 3,1171-1172)., , , Rom, vorher Erzpriester v. S. Sabina, , , , 05.[?]06.826, , , 27.[?]08.827, , , , , , , , , , , , , , , , , , ,
Valentin
100, Valentin, , , 827, , Papst Valentin wurde einmütig von Klerus, Adel und Volk zum Papst ausgerufen und im Dom St. Peter geweiht, was nach den Kämpfen bei der Wahl seines Vorgängers eine positive Entwicklung darstellt. Im Liber pontificalis wird sein geistliches Leben gerühmt (vgl. G. Schwaiger LTHK² 10,598)., , , Rom in der Gegend von via Lata, , , , , 08.827, , , 09.827, , , Rom vatikanische Grotten, , , , , , , , , , , , , , , ,
Gregor IV.
101, Gregor IV., , , 827-844, , Gemäß den Vereinbarungen von 824 wurde er erst nach Prüfung der Wahl durch den Kaiser geweiht. Im Streit Ludwigs des Frommen mit seinen Söhnen ging er mit Lothar in das Frankenreich, um zu vermitteln. Da man im fränkischen Königshaus jedoch eine Bedeutungssteigerung des Papsttums gegenüber der kaiserlichen Gewalt befürchtete, scheiterte er mit seinen Vermittlungsversuchen. Gegen die Sarazenen lies er Ostia befestigen (vgl. LTHK² 4, 1182). , , , Rom, , , , , 827, , , 01.844, , , , , , , , , der Wachsame (griech. / latein.), , , , , , , , , ,
Sergius II.
102, Sergius II., , , 844-847, , , , , Rom, , , , , 01.844, , , 27.01.847, , , , , , , Gegen die Bestimmung von 824 wurde Papst Sergius geweiht, ohne dem Kaiser den Treueeid geschworen zu haben. Daraufhin schickte Lothar I. als Gesandte seinen Sohn Ludwig II. und den Bischof Drogo von Metz mit Truppen nach Rom, um die fränkischen Rechte zu wahren und die Wahlvorgänge zu untersuchen, da ein Gegenpapst Johannes auch Rechte beanspruchte. Sergius schwor Lothar die Treue und krönte Ludwig II. zum Langobardenkönig. Die Übergriffe der Sarazenen brachten Rom immer stärker in Bedrängnis (vgl. G. Schweiger, LTHK² 9, 688)., , , , , , , , , , , ,
Leo IV. (Hl.)
103, Leo IV. (Hl.), Sohn des römischen Bürgers Rodualdus, , 847-855, 8 Jahre 3 Monate 7 Tage, Wegen der Sarazenenkämpfe wurde der Benediktiner als Papst Leo IV. in Eile ohne Zustimmung durch Kaiser Lothar geweiht. Nach den Beschädigungen, die die Kämpfe in den römischen Vorstädten hinterlassen hatten, wurde unter Papst Leo die Stadt um St. Peter befestigt, woraus sich die "civitas leonina", die Leostadt entwickelte. Die von den arabischen Invasoren verwüsteten Basiliken wurden neu ausgeschmückt. 849 konnte vor Ostia, dem Hafen von Rom, der sarazenischen Flotte eine vernichtende Niederlage beigebracht werden. Die zerstörte Stadt Centumcellae ließ er als "Leopolis" wiederaufbauen. Wegen der fränkischen Ansprüche aus der Constitutio von 824 gab es häufig Auseinandersetzungen mit dem Kaiserhaus ( vgl. G. Schwaiger, LTHK² 6, 948), "Portrait in der Basilika inferiore in San Clemente//Fresko von Raffaello in einer seiner Stanzen ""Brand im Borgo""//", um 790, Rom, , OSB, , , 10.04.847, , , 17.07.855, , Rom, , , 850 Kaiserkrönung Ludwigs II., des Sohnes von Lothar, in Rom, der ab 855 Alleinherrscher wurde., "die sog. Leonische Stadt: Mauer um St. Peter (zum Schutz vor Sarazenen),wurde 852 geweiht, Restauration vieler Kirchen;", , , der Löwe (latein.), 17.07., Heiligsprechung, , , , , , , ,
Benedikt III.
104, Benedikt III., , , 855-858, 2 Jahre 6 Monate 19 Tage, Die spätere erwiesenermaßen falsche Legendenbildung führte an dieser Stelle die Legende von der "Päpstin Johanna" ein. Die Partei von Ludwig II. erhob Anastasius Bibliothecarius, gegen den schon der vorherige Papst zu kämpfen hatte, zum Gegenpapst, der sich aber nicht lange halten konnte. Benedikt konnte beraten von seinem Nachfolger Nikolaus I. die Bedeutung des Papsttums in der Auseinandersetzung mit dem fränkischen Königshaus sichern. Unter seinem Pontifikat ging die Restaurierung der Kirchen Roms weiter voran (vgl. G. Schwaiger, LTHK² 2,174)., , , Rom, , , fromm und versöhnlich, , 29.09.855, , , 17.04.858, , , , , , Er restaurierte viele Kirchen Roms., , , der Gesegnete (latein.)., , , , , , , , , ,
Nikolaus I. (Hl.)
105, Nikolaus I. (Hl.), , , 858-867, 9 Jahre 6 Monate 20 Tage, Er hatte bereits unter seinen drei Vorgängern Ämter im Lateran inne. In Anwesenheit von Kaiser Ludwig II. wurde er als angesehene Persönlichkeit mit großem Horizont zum Papst gewählt. Seit 863 wurde er unterstützt von Anastasius Bibliothecarius, der als Gegenpapst zu Benedikt III. gescheitert war, aber immer noch großen Einfluss hatte. Nikolaus hatte heftige Auseinandersetzungen mit kirchlichen Amtsträgern zu führen, die ihre Kompetenzen zu überschreiten drohten, so dem Erzbischof Johannes von Ravenna und Kleriker in Reims. In diesen Konflikten setzte er den rechtlichen Vorrang des Papstes vor Synodalentscheidungen und den Rechten der Metropoliten durch. Gegen Lothar II verteidigte er die kirchliche Sicht der Ehe und setzte daher dem König willfährige Bischöfe ab. Der nichtkanonisch eingesetztePatriarchen Photius in Byzanz ging Nikolaus um Anerkennung an, wurde jedoch 863 von diesem abgesetzt, worauf der Konflikt mit Byzanz sich wieder vertiefte. Der Streit zwischen Ost- und Westkirche um die Missionierung Bulgariens trug wesentlich dazu bei. Papst Nikolaus konnte die Bedeutung des Papsttums gerade in der Situation steigern, als die Kaisergewalt seit 843 dahinkümmerte (vgl. . Ihm wird die Einführung des Maria-Himmelfahrts-Festes am 15.08. zugesprochen (vgl. Th. Schiefer, LTHK² 7,976-977). . , , 820, Rom, , , , , 21.04.858, 3 Tage nach Wahl, , 13.11.867, , Rom, , , Kaiser Ludwig II., Kaiser Michael III., Patriarch v.Konstantinopel Photios, König Boris I. (Bulgarien), , , , der Sieger über das/aus dem Volk (griech.), 13.11., , , , , , , , ,
Hadrian II.
106, Hadrian II., , , 867-872, 5 Jahre, Papst Hadrian II. war Sohn eines späteren Bischofs aus dem Adel. Vor seiner Weihe war er verheiratet. Er war persönlich ohne Tadel, doch politisch unfähig, die unter Nikolaus I. aufgebaute Machtstellung des Papsttums zu halten. Lambert von Spoleto überfiel Rom. Wenig später wurde die frühere Gattin Hadrians und seine Tochter entführt und ermordet. Im Ehekonflikt mit Kaiser Lothar II., der seine erste Frau Theutberga verstoßen hatte und mit Waldrada eine zweite unrechtmäßige Ehe eingegangen war, drängte der Papst zwar zur Wiederaufnahme von Theutberga, reichte Lothar jedoch die Kommunion, nachdem dieser die Einhaltung der Auflagen von Papst Nikolaus beschworen hatte. Die Erbteilung Lothringens nach dem Tod Lothars konnte Hadrian nicht verhindern. Im Konflikt um die Absetzung des Bischofs von Laon, den der Papst zunächst zu sich an ein römisches Gericht ziehen wollte, verbat sich Karl II. jegliche Einmischung des Papstes, woraufhin dieser zurückzog und Karl sogar die Kaiserkrönung anbot. Im Streit zwischen den Patriarachen Ignatios und Photios von Konstantinopel fällte eine Synode von 867 eine Entscheidung zugunsten von Ignatios, die auf dem vierten Konzil von Konstantinopel (869–870) bestätigt wurde. Bulgarien ging in dieser Zeit endgültig in die Ostkirche über, nur die von Kyrill und Methodios missionierten slawischen Gebiete verblieben bei der Westkirche, wobei Hadrian die Verwendung der slawischen Sprache in der Liturgie erlaubte (vgl LThK² 4, 1306-1307). , , , Rom, , , , , 14.12.867, , , 14.12.872, , , , , , , , , Bewohner von Hadria (latein.)., , , , , , , , , ,
Johannes VIII.
107, Johannes VIII., , Sohn des Römers Gundo, 872-882, 10 Jahre 2 Tage, Mit Johannes VIII. begegnet man dem ersten gewaltsam zu Tode gekommenen Papst seit den Christenverfolgungen als ein Signal für die dunkle Zeit, die sich ankündigt: das sog. "saeculum obscurum". Die Päpste werden zunehmend zum Spielball der italienischen Adelsfamilien. C. Baronius prägte diesen Begriff für die Zeit von 880-1049, als die gregorianische Reform die degenerierte Kirche wieder zu erneuern begann. In dieser Zeit wurde die Kirche durch inneren Verfall und äußere Bedrohungen durch Sarazenen, Wikinger und Hunnen in äußerste Bedrängnis gebracht. Die Päpste wurden nach Gutdünken von 880-962 durch die Sippe des Theophylakt und Alberich II ein- und abgesetzt, 962-1012 hatten sich die Crescentier diesen Einfluss gesichert und 1012-1046 die Tusculaner. Die Erneuerung des Kaisertums in Deutschland ab 962 hatte erst spät auch positive Auswirkungen auf das Papsttum. Die Wahrung und Absicherung des Kirchenstaates, Abwehr der Sarazenen und erneuerte Kontakte mit Byzanz waren die positiven Seiten dieses "dunklen Jahrhunderts" (vgl. H. Wolter, LThK² 9,206-207). Den Führungsanspruch Nikolaus I. konnte Johannes in der Zeit des karolingischen Niedergangs nicht ausfüllen. Er krönte Karl den Kahlen am 25.12.875 zum Kaiser und setzte damit die päpstliche Krönung als konstitutiv für die Kaiserwürde durch. Karl, obwohl ab 875 auch König von Italien, konnte dem Papst jedoch militärisch nicht zu Hilfe eilen, als Italien von den sizilianischen Arabern ("Sarazenen") heimgesucht wurde. Dem Konflikt zwischen den Herzögen Lambert von Spoleto und Adalbert von Tuszien entzog er sich durch Flucht ins westliche Karolingerreich. 881 anerkannte er Karl III von Ostfranken als König von Italien und krönte ihn zum Kaiser, in der Hoffnung auf dessen politische Unterstützung, die jedoch wieder ausblieb. Der Konflikt mit Byzanz in der Frage des rechtmäßigen Patriarchen konnte von Johannes durch die Wiedereinsetzung von Photius als Patriarch unter großem Gesichtsverlust wieder etwas gemäßigt werden. Gegen die bayrischen Diözesen, die um ihre Ansprüche in der Ostmission fürchteten, stützte er den Slawenmissionar Methodios und genehmigte nach anfänglichem Widerstand die slawische Liturgie. Johannes wurde nach dem Zeugnis der Fuldaer Annalen am 15.12.882 durch römische Gegner vergiftet und erschlagen (vgl. G. Schwaiger, LThK² 5,988-989). , , , Rom, Archidiakon der röm. Kirche, , , , 14.12.872 Dezember 872, , , 15.12.882, "Johannes starb eines gewaltsamen Todes, vielleicht wurde er vergiftet oder erstochen.", , , , "Kaiserkrönung v. Karl d. Kahle Weihnachtstag 875, Krönung v. Karl III. 879 z. König v. Italien u. 881 zum Kaiser, byzantinischer Kaiser Basileios, ", , , , Gott ist gnädig (hebr.), , , , , , , , , ,
Marinus I.
108, Marinus I., , , 882-884, 1 Jahr 4 Monate 29 Tage, Marinus ist der erste Fall, dass ein Bischof auf den römischen Stuhl übertragen wurde, was vorher streng verpönt war, weil der Bischof mit seiner Diözese sozusagen als "verheiratet" galt. Daher waren vorher Archidiakone, Priester etc. zum Bischof von Rom und Papst gewählt worden. Marinus war schon Legat von Papst Hadrian II. in Konstantinopel gewesen, als Patriarch Photis mit westlicher Unterstützung abgesetzt worden war und hat unter Papst Johannes mit Kaiser Karl III. und Ostrom verhandelt. Nach der Ermordung des Johannes wurde er daher sofort zum Papst gewählt. Er begnadigte den Formosus von Porto, dessen Absetzung ein dramatischer Konfliktfall im vorherigen Pontifikat war (vgl. G. Schwaiger, LThK² 7,83). . , , , englicher Abstammung, , , , , 16.12.882, , , 15.05.884, Marinus wurde vermutlich mit Hilfe von Gift ermordet., , , , , , , , , , , , , , , , , ,
Hadrian III. (Hl.)
109, Hadrian III. (Hl.), , , 884-885, 1 Jahr 4 Monate, Die Unruhen, die unter Marinus begonnen hatten, dauerten fort, worauf der Papst Hadrian mit harten Strafen antwortete. Auf einer Reise zu Karl III. nach Deutschland verstarb der Papst in Modena (vgl. G. Schwaiger, LThK² 4,1307)., , , Rom, , , , , 17.05.884, , , 09.885, , , , , , , , , Bewohner von Hadria (latein.)., , , , , , , , , ,
Stephan V. (VI.)
110, Stephan V. (VI.), , , 885-891, 6 Jahre, Die Wahl von Stephan V. erzürnte anfänglich Kaiser Karl III., da sie ohne Rücksprache mit ihm erfolgt war. Den Schutz des Kirchenstaates vor den Sarazenen, den Karl nicht leisten konnte, versprach sich Stephan nach zwischenzeitlichem Kontakt mit Byzanz und dem ostfränkischen König Arnulf von Kärnten schließlich von Herzog Guido III. von Spoleto, den er nach Absetzung und Tod von Karl zum Kaiser krönte. Er nahm im Streit zwischen ostfränkischer und byzantinischer Kirche die Erlaubnis der slawischen Sprache in der Liturgie wieder zurück, weshalb nach dem Urteil von G. Schwaiger die mährische Kirche die lateinische Liturgie und den Kontakt mit Rom bewahrte (vgl. G. Schwaiger, LThK² 9,1040). ., , , war Römer, , , , , 09.885, , , 14.09.891, , , , , , , , , , , , , , , , , , ,
Formosus
111, Formosus, , , 891-896, 4 Jahre 5 Monate 29 Tage, Papst Formosus war wie Martin vorher bei seiner Wahl zum Papst Bischof, woraus man später einen Vorwurf konstruiert hat. Unter seinen Vorgängern aktiv in der Missionierung Bulgariens war er etwas erfahrener im Umgang mit der Ostkirche und versuchte im Streit der Anhänger des verstorbenen Patriarchen Ignatios und des Photios einen Kompromiss zu finden. Im Konflikt mit den Spoletanern (Lambert von Spoleto) rief Formosus König Arnulf von Kärnten zu Hilfe, der schließlich auf seinem zweiten Italienzug im Februar 896 Rom eroberte. Formosus krönte Arnulf zum Kaiser, doch musste dieser krank nach Bayern zurückkehren. Kurz darauf starb Formosus. Lambert von Spoleto ließ durch den nachfolgenden Papst Stephan VI. fürchterliche Rache üben: der Leichnam wurde 9 Monate nach dem Tod wieder ausgegraben, förmlich in einer Synode gerichtet und alle seine Weihen und Handlungen für ungültig erklärt, der verstümmelte Leichnam in den Tiber geworfen, woraus er jedoch von Anhängern gerettet werden konnte. 897 wurden die Beschlüsse dieser "Leichensynode" von Papst Theodor II. aufgehoben und der Leichnam ehrenvoll in der Basilika St. Peter bestattet (vgl. G. Schwaiger, LThK² 4,214-215). . , , , Rom oder Ostia, , , , , 6.10.891, , , 4.4.896, , , (Leichenschändung) ->Leib in St. Peter begraben, , , , , , , , , , , , , , , ,
Bonifatius VI.
112, Bonifatius VI., , , 896, 15 Tage, Der unter Johannes VIII vom Priesteramt abgesetzte Bonifatius wurde von aufständischen Römern nach dem Tod des Formosus zum Papst erhoben, starb aber bereits nach 15 Tagen. Es handelt sich um das drittkürzeste Pontifikat der Geschichte (vgl. G. Schwaiger, LThK² 2,589)., , , Rom oder Toscana, , , , , 4.4.896, , , 05.896, , , , , , , , , der Wohltäter (latein.), , , , , , , , , ,
Stephan VI. (VII.)
113, Stephan VI. (VII.), , , 896-897, , Stephan wurde von den Spoletanern zum Papst erhoben. Er ließ den Leichnam des Papstes Formosus, der ihn sogar zum Bischof geweiht hatte, ausgraben und in der sog. "Leichensynode" entweihen. Vom empörten Volk wurde er schließlich gestürzt und im Gefängnis erdrosselt (vgl. G. Schwaiger, LThK² 9,1040). , , , Rom, , , , , 05.896, , , 08.897, Auf Anstiftung der für enthoben erklärten Presbyter wurde er verhaftet und erdrosselt., , Rom vatikanische Grotten, , , , , , , , , , , , , , , ,
Romanus
114, Romanus, , , 897, , Nach der Erdrosselung Stephans VI wurde er von den Anhängern des Formosus zum Papst erhoben. Über seine Amtszeit und Tod ist kaum etwas bekannt (vgl. G. Schwaiger, LThK² 9,24)., , , Gallese, , , , , 08.897, , , 11.897, Giftmord, andere Quellen: Absetzung gezwungen worden sei, in ein Kloster zu gehen, weshalb er als ""Mönch"" gestorben sei.", , , , , , , , , , , , , , , , , ,
Theodor II.
115, Theodor II., , , 897, , Papst Theodor, dessen Pontifikat nur 20 Tage dauerte, ließ den geschändeten Leichnam von Papst Formosus ehrenvoll in der Basilika St. Peter bestatten und sorgte für die Anerkennung der Weihen des Formosus. Die Beschlüsse der sog. "Leichensynode" unter Stephan VI. ließ er aufheben (vgl. G. Schwaiger, LThK² 10,28), erstes Mal Medaillen Sergius III. mit Tiara eingraviert, , römischer oder griechischer Abstammung, , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,
Johannes IX.
116, Johannes IX., Johannes von Tivoli OSB, , 898-900, 2 Jahre, Als Theodor II gestorben war, riss Sergius von Caere das Papstamt kurz an sich. Nach seiner Vertreibung wurde der fromme Benediktinerabt Johannes von Tivoli auf Betreiben von Herzog Lambert von Spoleto zum Papst erhoben. Johannes ließ die Kaiserkrönung Arnulfs für nichtig erklären und anerkannte Lambert als Kaiser. Mit dessen Hilfe versuchte er in Rom wieder Ordnung zu schaffen, was jedoch wegen des frühen Todes von Lambert nicht lange anhielt (vgl. G. Schwaiger, LThK² 5,989)., , ,